Haben die Sammelaktion gestartet (von links): Mario Temmink (IBS-GmbH), Geschäftsführerin Silke Gaube sowie ihre Mitarbeiter Heiner van Mil, Nico Tolaritsch, Ute Bieler und Jürgen Kindel. Für jede Spende gibt es einen winzigen – echten – Kaktus am Schlüsselanhänger.

© Michael Sieber

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rga online, 18. April 2016

Aufruf

Waldhof muss die Spendentrommel rühren

Jugendämter klopfen an: Die Evangelische Jugendhilfe muss die Gruppenkapazität verdoppeln.

Die Evangelische Jugendhilfe Bergisch Land (EJBL) hat die erste Spendenaktion in der Geschichte des Waldhofs und des vormaligen Kreiskinderheims in Wermelskirchen gestartet. Weil die Aufnahme- und Clearingstelle im Waldhof sehr schnell viel Geld benötigt, tut sie das auch erstmals mit einer Werbekampagne.

„Schutz & Chancen für Kinder in Notlagen“ steht über dem Kaktus, der symbolisch ein Kind schützt. EJBL-Chefin Silke Gaube: Die stachelige Hülle sei idealer Schutz und Sinnbild für Widerstandskraft. „Das immergrüne Gewächs kommt mit wenig aus, nutzt das Vorhandene so optimal wie möglich und kann selbst unter schwierigen Bedingungen noch wunderschöne Blüten entwickeln.“ Das Symbol setzt sich auf Plakaten und Postkarten fort mit konkreten Beispielen: dem Stuhl zum Lernen, dem Tisch zum Essen sowie dem Bett zum Träumen. Tatsächlich gerät die Einrichtung unter Druck, muss binnen kürzester Zeit die Kapazität für Kinder und Jugendliche in akuten Notsituationen auf 30 Plätze quasi verdoppeln.

Immer mehr Jugendämter – von Dortmund bis Gummersbach – fragen nach einem Platz im Aufnahme- und Clearingzentrum. Im Gegensatz zu den Wohngruppen ist der weiter im Waldhof zu Hause – idealer Schutz-Schonraum. Silke Gaube: „Nicht ohne Grund ist der Waldhof seit den 1950er Jahren immer wieder Zufluchtsort für Kinder gewesen.“

Insofern ist die EJBL dankbar, dass die immobilien- und Banking-Service-GmbH (IBS) Hilden die Immobilie von der Stadt Remscheid gekauft und mit der Instandsetzung begonnen hat.

„Wir müssen alles auf einmal machen, weil der Bedarf so hoch ist“, betonen Gaube, Prokurist Jörg Löwe und Mitarbeiter Heiner van Mil. Und weil in Folge der Flüchtlingssituation eine erste Gruppe in dem ersten fertig gewordenen Gebäude bereits besteht.

Während die Vorbereitungen für eine neue interkulturelle Gruppe an der Intzestraße laufen, „gehen wir ab Sommer mit vier Clearing-Gruppen an den Start“, sagte van Mil. Der Bedarf eines Schutzraums, um Kinder in Sicherheit zu bringen und die nächsten Schritte zu klären und einzuleiten, ist unverändert groß.

Weshalb eben zwei schon stillgelegte Häuser im Waldhof binnen kurzer Zeit hergerichtet werden müssen. In den Aufnahme- und Clearing-Gruppen kommen die Kinder zur Ruhe und bleiben sie, bis sich die Situationen entspannt haben. Silke Gaube nennt das so: „Hier machen wir aus der Not eine Zukunft.“

Höchst erfreulich sei in dem Zusammenhang, dass eine engagierte Lehrerin hier unterrichte – vom Grundschul- bis zum Stoff der Sekundarstufen I und II. Dafür braucht es aber auch Möbel – zentrales Thema der Sammelaktion. 120 000 Euro hat Löwe als Ziel errechnet, um die Einrichtung mit Hilfe der Walter-Frey-Stiftung beschaffen zu können.

EJBL geht beim Stadtlauf und im Möbelhaus an den Start

Dazu zählen „unkaputtbarere“ Möbel und Industriewaschmaschinen – immerhin laufen die alle vier Mal am Tag. „Wir haben noch nie so schnell und parallel so viel einrichten müssen“, sind Gaube und Löwe stolz auf die Mitarbeiter. Das von Heiner van Hil erarbeitete Konzept sei vom Landesjugendamt ohne einziges Fragezeichen wiedergekommen.

1 Euro pro Einwohner, rechnet die EJBL das Spenden-Ziel bis zum 28. August – dem Tag des großen Sommerfests – um. Wenn jeder 2 Euro gebe, der kann, seien auch die einbezogen, die schon 1 Euro ein paar Mal umdrehen müssen. Das Team geht aber auch mit Sammelbüchsen auf die Straße: in Remscheid am 23. April. „Küchen- und Polsterwelt“ vom Stein stellt Raum für die Präsentation zur Verfügung und begleitet sie mit einer besonderen Rabatt-Aktion.

Von Thomas Wintgen