15. Oktober 2008

Notrufsystem in Familienkrisen

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8. Oktober 2008

Travestieshow für den guten Zweck

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4. Oktober 2008

Auf dem Rad um den Bodensee

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23. September 2008

Lux spendet 10 400 Euro für Ev. Jugendhilfe

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3. September 2008

50 Kindern wieder viel Kirmesvergnügen spendiert

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23. August 2008

Mit dem Rad nach Paris

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19. August 2008

Günther Jäckle seit 25 Jahren für Kinder aktiv

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18. August 2008

Günter Jäckle – 25 Jahre im Dienst für die Jugend

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7. Juli 2008

Urlaub vom Heimalltag

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24. April 2008

Guter Start fürs Kinderheim

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12. Februar 2008

Als Manager im Sozialen

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4. Oktober 2008

Auf dem Rad um den Bodensee

Wermelskirchen (RP) Sieben Jugendliche der Evangelischen Jugendhilfe Bergisch Land haben ihren ersten Härtetest bestanden. Viel wichtiger als der Konditionsnachweis: Die Gruppe ist als Team zusammengewachsen.

Der Po schmerzt ein wenig. Und das Gehen mit den „dicken" Beinen ist noch ungewohnt. Doch stolz sind sie. Denn die neun Jugendlichen (fünf Jungen, zwei Mädchen) und zwei Betreuer haben es geschafft. Sie radelten Anfang der Woche in drei Etappen um den Bodensee. 210 Kilometer – ein Vorgeschmack auf die 600 Kilometer , die sie im Sommer 2009 bewältigen wollen: Über die Ardennen nach Paris.

Zufrieden blickt René Schujlenburg, Leiter des Projektes „Rad und Tat", zurück. „Die Jungen und Mädchen waren abends geschafft. Die meisten lagen um 20 Uhr im Bett – ungewöhnlich für junge Leute in dem Alter." Für die Jugendlichen ein erster Härtetest. Denn bisher hatten sie nur im Bergischen trainiert. Von daher waren die 210 Kilometer eine „Flachland-Etappe" – aber drei Tage hintereinander je 70 Kilometer, das schlaucht.

Das Wetter kam den Radlern entgegen: angenehm die ersten beiden Tagen, kühler, aber trocken der letzte Tag. Der hatte es dann besonders in sich: 70 Kilometer Gegenwind. „Da wussten wir alle, was wir getan hatten", meint Schujlenburg. Das war selbst für den erfahrenen Rennrad-Fahrer ein „harter Tag".

Ein harter, letzter Tag

Wichtig ist für Schujlenburg und Kai Birwer, der als Sportförderlehrer einen der beiden „Lumpensammler"-Busse fuhr, wie sich die Gruppe entwickelte. So hat es am ersten Tag noch ein Konkurrenzdenken gegeben, doch nach einem Gespräch am ersten Abend ist es dann die nächsten Tage perfekt gelaufen: Die Kommunikation im Team funktioniert perfekt. Da wurde Rücksicht auf den langsamsten Fahrer genommen, auf Schlaglöcher hingewiesen, oder auch schon mal durchgegeben, dass ruhig schneller gefahren werden könnte.

Auch der schwere Sturz von Navalak (15) hielt das Team zusammen. Sie wurde mit tiefen Schürfwunden und Prellungen im Krankenhaus versorgt und bekam einen Tag Sportverbot. Die letzten 20 Kilometer des letzten Tages radelte sie aber im Team wieder mit. „Die Gruppe war schon betrübt über den Sturz. Aber Navalak war weiterhin Teil des Teams. Das spricht für den Zusammenhalt", erzählt Schujlenburg. Das sei vor allem für das anstehende Projekt sehr wichtig.

Der Projektleiter jedenfalls ist zuversichtlich, dass die sieben Jugendlichen die Radtour nach Paris schaffen werden. „Alle wären gern noch länger gefahren", berichtet er. Nun werden sich die Jungen und Mädchen während des Winterhalbjahres im Fitness-Studio vorbereiten, bevor es im Frühjahr wieder auf die Straße geht: Denn die jungen Rennradfahrer wollen wenigsten 3000 Kilometer in den Beinen haben, bebevor die Tour angegangen wird.

VON UDO TEIFEL