Lukas und Lars beim kindgerechten Boxtraining im Powerraum der Wohngruppe Halzenberg. Hier können die beiden, aber auch die anderen Wohngruppenkinder, "Dampf ablassen".

BM-FOTO: EJBL

 

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30. Juni 2007

Richtig „Dampf ablassen”

In der Wohngruppe Halzenberg der Evangelischen Jugendhilfe Bergisch Land wurde mit einer Spende der Bergischen Morgenpost ein Powerraum eingerichtet.

Für die beiden Kinder Lukas (8) und Lars (10) ist es immer wieder ein besonderes und auch aufregendes Erlebnis, wenn ihnen Kai Birwer, Sportlehrer bei der Evangelischen Jugendhilfe Bergisch Land, beim Anlegen der Bandagen und Anziehen der 14-Unzen-Boxhandschuhe hilft. Und dann können sie im neuen Powerraum in der Wohngruppe Halzenberg so richtig loslegen, können sich sportlich betätigen, können „Dampf ablassen”, aber über diesen Sport auch Körperbeherrschung lernen.

Die Einrichtung dieses Powerraumes sowie auch eines Raumes, in dem die Kinder ihre Hausaufgaben machen können, war mit einer namhaften Spende der Bergischen Morgenpost/Rheinischen Post gefördert worden.

„Lukas und Lars waren übrigens auch die beiden Kinder, die der Eröffnung des Powerraumes schon länger entgegen fieberten”, berichtete Kai Birwer. „Und die beiden Brüder waren natürlich stolz, als sie die Eröffnung sogar mitgestalten durften.”
Der Powerraum in der Wohngruppe Halzenberg wurde mit viel Liebe zum Detail eingerichtet. Eine Mitarbeiterin nähte bunte Wandvorhänge, auf den Boden wurde eine vier Zentimeter dicke Judomatte ausgelegt und ein schwerer Boxsack wurde in einer Ecke des Raumes aufgehängt. Kai Birwer: „Der Powerraum dient als Rückzugsort für die Kinder und Jugendlichen der Gruppe, wo sie sich verausgaben und mal ,Dampf ablassen' können.”

Erst Aufwärmübungen
Wie läuft nun das kindgerechte Box-Angebot ab? „Zunächst gibt es Aufwärmübungen”, sagt Birwer. Und beim anschließenden Techniktraining werden die Kinder richtig munter. „Sie lernen, wie man linke und rechte Gerade schlägt und beginnen zunächst mit Standübungen. Wenn die Bewegungen verstanden worden sind und rund laufen, geht es an den Boxsack.”

Lars und Lukas werden immer mutiger und und mit erstaunlicher Wucht schlagen sie ihre rechten und linken Geraden gegen den Sandsack. „Die beiden haben Talent”, hat Sportlehrer Birwer feststellt. Er gönnt den Brüdern eine Verschnaufpause, die auch zum Nachfüllen ausgeschwitzter Flüssigkeit genutzt wird.

Anschließend steht wieder Techniktraining auf dem Programm, diesmal mit Partnerunterstützung: Einer der Beiden schlägt in die erhobenen Fäuste des Anderen. Nach anderthalb Minuten wechseln die Aufgaben. So geht es mehrere Male. Birwer weiß: „Das ist ganz schön anstrengend.” Und weil der Schweiß bei den beiden Jungs nun noch stärker fließt, werden immer wieder kleine Trinkpausen gemacht. Weiter geübt wird im Stand, es wird am Sandsack gearbeitet oder es werden wieder Gerade in Partnerarbeit geschlagen.

Vom Powerraum träumen…
Nach 75 Minuten Boxtraining legen sich Lars und Lukas lang auf die Matte lang hin und atmen erstmal kräftig durch. Als Cooldown dehnen sie die großen Muskelgruppen und lockern sich.

Lukas und Lars sehen müde und zufrieden aus, als sie den Powerraum in Richtung Abendbrottisch verlassen. Kai Birwer weiß: „Heute Nacht werden sie ruhig schlafen und vielleicht vom neuen Powerraum träumen.”

VON WERNER JANUSZEWSKI