Achim Becker übergibt die Spende der Harley-Fahrer an Günter Jäckle und Silke Gaube. Damit kann die Jugendhilfe vier Kindern für die nächsten Monate das Reiten finanzieren. Im Gegenzug luden Erzieher und Kinder die Biker zum Picknick ein.

Foto: Roland Keusch

 

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7. Mai l 2007

Projekt trägt schon die ersten Früchte

Von Michael Albrecht

SPENDE Harley-Davidson-Fahrer unterstützen die Evangelische Jugendhilfe Bergisch Land und helfen bei der Finanzierung des heilpädagogischen Reitens.

Die Emminghauser sind es gewohnt, dass an schönen Frühlings- und Sommertagen viele Motorradfahrer durch den Ort bei ihren Spritztouren durchs Bergische fahren. Aber gestern erlebten sie eine ungewöhnliche Invasion.

Gegen 13 Uhr rollten gleich dutzendfach schwere Harley Davidson Motorräder in Emminghausen ein. Nicht zur Durchfahrt, sondern zum gemeinsamen Picknick mit Kindern und Erziehern der Evangelischen Jugendhilfe Bergische Land (früher Kreiskinderheim).

Das fand am Ortsrand auf einer Wiese des kleinen Reiterhofs in Emminghausen 85 statt, in dem Silke Busch für vier Kinder und Jugendliche der Jugendhilfe seit Februar heilpädagogisches Reiten anbieten.

Dass die Jugendlichen an dem Projekt teilnehmen können, verdanken sie auch den Harley-Fans des „Thousand Hills Chapter Germany” (THCG). Die ließen nämlich 2 000 Euro aus ihrer Vereinskasse springen, um der Jugendhilfe bei der Finanzierung des heilpädagogischen Reitens zu sichern.

„Der Betrag reicht für ein Vierteljahr”, freut sich Jugendhilfe-Geschäftsführer Günter Jäckle bei der Übergabe des Spendenschecks.

Dass die Harley-Gruppe aus Hagen, deren 52 Mitglieder aus dem Ruhrgebiet und dem Bergischen Land kommen, und Jugendhilfe überhaupt zusammengefunden haben, erklärt Achim Becker, Vorsitzender des Vereinigung. „Wir haben die Jugendhilfe im vergangenen Jahr beim Osterfeuer in Lennep kennen gelernt. Dabei haben Jugendhilfe und wir geholfen.” Damit war der Kontakt geknüpft und obwohl das Osterfeuer heuer ausgefallen ist, wollten die Motorradfahrer die Arbeit der Jugendhilfe ohne viel bürokratischen Aufwand unterstützen. „Bevor das Finanzamt kommt”, meint Achim Becker augenzwinkernd.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Harley-Fahrer sich für eine Einrichtung im Bergischen engagieren. Auch die ärztliche Beratungsstelle in Remscheid profitierte schon einmal von der Vereinskasse.

Nicht jeder kann ein THCG-Biker werden. Aufgenommen werden ausschließlich Besitzer der US-Motorradmarke Harley Davidson.

„Zurzeit haben wir fünf Anwärter. Nach einem halben Jahr kennen lernen, entscheiden wir, ob die Leute zu uns passen und aufgenommen werden”, erläutert Achim Becker.

Insgesamt gibt es in Deutschland 67 dieser Chapter, die immer einem bestimmten Händler der Motorradmarke zugeordnet sind.

Für die Evangelische Jugendhilfe sind die Spenden elementar, um pädagogische Zusatzangebote für die von ihnen betreuten Kinder und Jugendlichen überhaupt finanzieren zu können. „Aus den Regelsätzen ist das gar nicht möglich”, bedauert Günter Jäckle. Dabei wirken sich solche Angebot unmittelbar auf den Alltag in den Einrichtungen der Jugendhilfe aus, ist die Erfahrung des Pädagogenteams. Heilpädagogisches Reiten, Kenpo-Karate oder andere sportliche Aktivitäten stärkten das Selbstwertgefühl und -bewusstsein der jungen Heimbewohner.

Auch das Reiten bei Silke Busch trägt schon Früchte. „Bei den beiden Jüngeren merkt man schon, dass sie selbstbewusster werden”, freut sich Silke Gaube, Jugendhilfe-Bereichsleiterin. Allerdings machten solche Angebote nur Sinn, wenn sie auf Dauer angelegt seien. So geht sie auch bei dem spendenfinanzierten heilpädagogischen Reiten von einer mindestens einjährigen Dauer aus.

rga