14. September 2006

Fusion der Kinderheime gelungen

mehr ...

15. August 2006

Sommerfest für Waldhof-Kinder

mehr ...

18. Juli 2006

Jugendhilfe: Für jedes WM-Tor der Nationalmannschaft gab es 50 Euro

mehr ...

26. Mai 2006

Viele Tore - dann gibt’s auch eine große Spende

mehr ...

24. Mai 2006

Spende ist bereits für den Sport verplant

mehr ...

31. März 2006

Anleitung zum Glücklichsein

mehr ...

 

 

15. August 2006

Sommerfest für Waldhof-Kinder

Gut ein Jahr ist es her, da fusionierte das Remscheider Kinderheim Waldhof mit einer vergleichbaren Einrichtung in Wermelskirchen. Am Sonntag gab es am Küppelsteiner Waldhof das traditionelle Sommerfest. Unter dem Motto "Die Welt zu Gast bei Freunden" ging es am Nachmittag sportlich zu.

Höhepunkt war sicherlich das Fußballturnier. Denn nach den Bambini und den Jugendlichen gab es das fast "klassische" Aufeinandertreffen einer Jugendmannschaft gegen eine Auswahl der Betreuer.

"Das ist zum Abschluss immer ein Riesenspaß", sagt Günter Jäckle. Als Geschäftsführer steht er der neuen Evangelischen Jugendhilfe Bergisch Land, zu der der Waldhof jetzt gehört, seit September letzten Jahres vor.

Die Fusion sei bisher sehr reibungslos verlaufen, zieht er nach den letzten Monaten Bilanz. Normalerweise gebe es Beginn öfter Abstimmungsprobleme oder das Projekt werde teurer. "Beides ist aber nicht eingetreten", freut sich Jäckle. Für die Kinder und Jugendlichen habe sich in den Häusern nicht viel geändert. Denn das pädagogische Personal ist dasselbe geblieben.

Dass die Kinder ihre Bezugspersonen behalten, sei bei der Planung wichtig gewesen, unterstreicht der Geschäftsführer. Geändert habe sich die Struktur auf der organisatorischen Ebene. "Als Geschäftsführer kümmere ich mich nur noch um die Organisation und die finanzielle Seite und halte den Bereichsleitern damit den Rücken frei", sagt der Sozialmanager.

Marktführer im Bergischen Land Heimleiter Peter Horn und Silke Gaube könnten sich so noch intensiver um die pädagogische Arbeit vor Ort kümmern, ist er überzeugt. Unterstützt werden sie dabei von Kerstin Koester die sich um die Wirtschaft und die Verwaltung kümmert.

Der Vorteil der Neuerungen liege klar auf der Hand: Einzeln seien die Häuser jeweils nur eins von vielen gewesen. Zusammen sind sie im Bergischen Land mit 100 Betten Marktführer. "Für die speziellen Bedürfnisse der Kinder können wir so die verschiedensten Gruppen anbieten, bleiben dabei aber günstig und sind so für die Jugendämter natürlich sehr interessant", sagt Jäckle.

Auch wenn die Betreuung der Kinder an erster Stelle stünde, müsse die Jugendhilfe auch zum Wohl der Kinder wie ein Unternehmen geführt werden. Nicht nur das Jugendamt in Remscheid weiß seine Kinder in der Evangelischen Jugendhilfe gut untergebracht. "Wir haben auch Kinder aus Solingen, Leverkusen oder aus Bergisch Gladbach. Und das, weil wir gut sind", sagt er selbstbewusst.

Die Tage des Geländes an der Waldhofstraße sind aber gezählt. Denn für die Zukunft möchte die Jugendhilfe aus dem Wald mit ihren Gruppen in die Stadtteile ziehen.

"Früher hat man alles mit Behinderten und Kinderheimen auf die grüne Wiese verbracht. Wir wollen aber, dass unsere Kinder nicht außerhalb, sondern mitten in der Stadt aufwachsen", so Jäckle. Zurzeit sei man aber noch auf der Immobiliensuche.

Michael Granz
Remscheider General-Anzeiger