Heiß her ging es bald auf dem Fußballplatz: Zur Feier der "Evangelischen Jugendhilfe Bergisch Land" am Samstag rund um das Kinderheim "Der Waldhof" traten Erzieher und Jugendliche gegeneinander an. Und schenkten sich nichts. Nach dem Schlusspfiff blieb schließlich noch genug Zeit für Harmonie und Eintracht. © Foto: Michael Sieber

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Remscheid. Caro und Tatjana machten es kurz: "Es heißt, dass es zwischen Remscheid und Wermelskirchen noch viele Unterschiede gibt. Wir wünschen uns, dass nur die besten Dinge erhalten bleiben", schlossen die beiden Mädchen.

Keine Frage: Bei Caro, die eigentlich Caroline heißt und im Remscheider "Waldhof" wohnt, und Tatjana, betreut bisher vom Evangelischen Kreiskinderheim in Wermelskirchen, hat die "Evangelische Jugendhilfe Bergisch Land" schon heute gewonnen.

Vor allem freuen sie sich "auf noch viele gemeinsame Aktivitäten", wie die Teenager sagen. Mit Jugendlichen natürlich aus der jeweils anderen Stadt.Gesucht und gefunden haben sich schließlich auch die Verantwortlichen beim Remscheider Kinderheim "Der Waldhof" und im Evangelischen Kreiskinderheim Wermelskirchen. Nach der gerade notariell beurkundeten Fusion der bis dahin städtischen und kirchlichen Einrichtungen (der RGA berichtete am Samstag) war am Wochenende darum Party angesagt rund um den idyllisch gelegenen Waldhof in Remscheid. Vorbild für andere Heime äMit Tanz und Musik, einem Fußballturnier und natürlich mit vielen hundert Gästen feierten die etwa einhundert Mädchen und Jungen und die rund 80 Mitarbeiter vor allem sich selbst. Denn zusammen sind sie nun die "Evangelische Jugendhilfe Bergisch Land". Die neue Gesellschaft wird sich in beiden Städten um junge Menschen kümmern, die sich in einer schwierigen Lebenssituation befinden. Getragen wird sie von den Kirchenkreisen Lennep und Leverkusen, von der Stadt Remscheid und von der Remscheider Walter-Frey-Stiftung. Und die Verbindung von Kommune und Kirche hat Vorbildcharakter für andere Heime.

Denn: "Auch aus der Jugendhilfe wird zunehmend ein Markt", erklärte den Festgästen Burkhard Mast-Weisz (SPD), Sozialdezernent der Stadt Remscheid. Und in dem müssen sich die Träger behaupten. Um die fachlichen Betreuungsqualitäten und auch die Arbeitsplätze in der Region zu sichern, sei die "eingegangene Ehe" der richtige Schritt. "Mit uns wird das schon gut gehen", flachste darauf Dr. Martin Dutzmann, Superintendent des Kirchenkreises Lennep. "Als Pastor bin ich schließlich Experte für Partnerschaftsfragen." Dutzmann dankte vor allem den Mitarbeitern. Auch für das Zurückstellen des anfänglichen Misstrauens gegenüber dem Einstieg der Kirche in den bis dahin konfessionsungebundenen Waldhof.

Von Axel Richter