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10. August 2018

Ruhestand oder Ruhe aus dem Stand vermitteln

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3. August 2018

"Komm, wir finden einen Schatz!"

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2. August 2018

Weihnachtsbaum-Meisterschaften fanden ein gutes Ende

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18. Juli 2018

Traditionelles Zeugnisgrillen 2018 ist Rekordtag für die EJBL

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13. Juli 2018

Zimmer mit Ausblick

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2. Juli 2018

Taschentuchalarm in der Kinderwohngruppe

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21. Juni 2018

Die "Rulle –Insel" - ein guter und sicherer Ort

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8. Mai 2018

Football is coming home …

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28. Dezember 2017

Weihnachtsfeier 2017

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21. September 2017

Unser strahlendes Sommerfest 2017

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27. Juli 2017

Spendenübergabe

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20. Juli 2017

EJBL-Zeugnisgrillen

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19. Juli 2017

Traumapädagogik-Weiterbildung gestartet

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18. Juli 2017

Wertvolle Bereicherung der Arbeit im Walter-Frey-Zentrum

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17. Juli 2017

Kinder des Walter-Frey-Zentrums freuen sich über neue Nestschaukel

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7. Juni 2017

"Ich bin vergnügt, erlöst, befreit."

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13. April 2017

Mediation – ein Vortrag von Rechtsanwältin Anja Meyer

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27. Februar 2017

Ein Nachmittag im Spatzenhof

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8. Februar 2017

Diagnostik-Workshop

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8. Februar 2017

Vielen Dank an Memotech!

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8. Februar 2017

Schutzkonzept

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9. Dezember 2016

Löwen Festival Remscheid unterstützt das Walter-Frey-Zentrum mit großzügiger Spende

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18. November 2016

25 Jahre im Dienste der Diakonie

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24. Oktober 2016

"Herz, Schmerz und dies und das …"

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16. September 2016

Das Sommerfest 2016

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27. August 2016

Der Spendenlauf war ein voller Erfolg

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2. August 2016

MEMOTECH hilft!

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13. Juli 2016

Sehr gute Musik für einen sehr guten Zweck

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7. Juli 2016

VIVA Ex-WIWA

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13. Mai 2016

Bericht von der Abschlussfahrt des EJBL-Französischkurses nach Bondues

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16. April 2016

13. Wermelskirchen Stadtlauf

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28. März 2016

Modellprojekt stationäre Erziehungshilfe

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15. Januar 2016

Treffen mit Rainer Deppe

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4. Dezember 2015

Aus mir wird was!

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9. November 2015

10 Jahre EJBL ins Bild gesetzt

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29. Oktober 2015

Druckerpresse wurde eingeweiht!!

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15.September 2015

EJBL-Fachtag zum Thema Traumapädagogik

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25. August 2015

Abschied Thomas Grewe

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27. Juli 2015

Aktion Mensch fördert Kunsttherapie in Remscheid und Wermelskirchen

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23. Juni 2015

Die letzte Vorstellung – Film ab!

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8. Juni 2015

Mit Herz, Seele und Know how für "unsere" Kids

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8. Mai 2015

EJBL-Hallenfußballturnier 1. Mai 2015

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6. Mai 2015

Osterferienkunstprojekt 2015

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4. Mai 2015

Doppelsieg für die D- und C-Jugend-KickerInnen der EJBL

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8. April 2015

EJBL und Jugendamt Wermelskirchen kooperieren bei Hilfeplanverfahren

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19. Februar 2015

Parlez vous francais?

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22. Januar 2015

Crêpes Stand auf dem Wermelskirchner Weihnachtsmarkt

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20. Januar 2015

EJBL unterstützt Spenden-Fahrt nach Calais

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5. Januar 2015

Pfefferkuchen-Architekten

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8. Oktober 2014

Nicht nur Wermelskirchen

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6. September 2014

Abschied nehmen am Kinderheim

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2. September 2014

Szenen aus HOLLYHOF

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1. August 2014

Überraschender 2. Platz …

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20. Juni 2014

Intersport Profimarkt schon absolut WM-reif!

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18. Juni 2014

Ehemaligen-Treffen im Waldhof

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16. Juni 2014

„Kunst kann jeder“

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11. Juni 2014

Unser Riesenspaß im Phantasialand

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30. Mai 2014

Die EJBL-KickerInnen feiern Fußballerfolge wie einst im Mai

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26. Mai 2014

Herzlichen Dank, liebe Sabine Colomo!

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18. April 2014

Der Osterhase ist 54 Jahre alt!

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5. März 2014

EJBL-Kino-Freunde zu Gast bei (fünf) Freunden

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13. Februar 2014

Sommerfestimpressionen, die 2.

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24. Januar 2014

Ein Wochenende in Haltern am See zum Thema Partizipation

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3. Januar 2014

Weihnachtsfeier 2013

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6. November 2013

Sommerfestimpressionen 2013

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17. September 2013

EJBL lässt sich zum Thema Gesundheitsmanagement beraten

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31. August 2013

Das EJBL – Jugend-Team rockt das Obi-Lux-Benefiz-Fußballturnier

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12. Juli 2013

Danke »Wermelskirchen kocht«

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26. Juni 2013

1. Platz für unsere Fußball-B-Jugend in Essen und ‚Danke Markus'

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14. Juni 2013

Klausurtagung der Gesellschafterversammlung

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13. Juni 2013

Partizipation für Alle

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10. Juni 2013

4. Stadtfest in Monheim am Rhein

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13. November 2012

Kunsthandwerk für die EJBL

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2. November 2012

Des woar a riesen Gaudi …

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29. Oktober 2012

Bericht aus Berlin

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22. Oktober 2012

Über 80 Jahre Energie und Kompetenz für die jungen Menschen

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25. September 2012

10 Jahre »EL REY«

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12. September 2012

Vater, Mutter, Kind und Hund

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25. Juli 2012

provita medical spendet 400€

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29. Dezember 2011

SAPA

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23. Dezember 2011

Weihnachten 2011

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9. November 2011

500,00 € für's Wintertrainig

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21. September 2011

Die Wald-AG-Piraten erobern den Eyller See

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18. August 2011

Landtechnik Orth sorgt für Sommerüberraschung

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10. Mai 2011

Abschied Doris Jäckle

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18. April 2011

Partizipation in der Einrichtungskultur

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18. Februar 2011

Abschied von Willi Mergler

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3. Januar 2011

EJBL Weihnachten 2010

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4. November 2010

1.000,00 € zum Dritten

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15. Juli 2010

2. politischer Filmabend der EJBL

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5. Juli 2010

Von wegen: Dabei sein ist alles!

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8. Juni 2010

Personalführung „Meine Rolle als Teamleiter“

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6. Mai 2010

1. Gesundheitstag der Evangelischen Jugendhilfe Bergisch Land

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14. März 2010

Diakoniegottesdienst vom 14.03.2010

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12. Dezember 2009

Die Kinder der Wald-AG zu Besuch im Düsseldorfer Landtag

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28. August 2009

Sommerfest 2009

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17. April 2009

Wettrüsten beim Fußballturnier

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26. Januar 2009

Ganz großes Kino

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15. Januar 2009

Weihnachtsfeier 2008

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29. Oktober 2008

Großer Erfolg unserer Kicker: Wir sind C-Jugend-Landesmeister in der Halle

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6. Oktober 2008

Hochachtung für die sportliche und soziale Leistung der Bodenseestürmer

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29. August 2008

Über den Tellerrand geschaut …

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26. August 2008

Musik lag in der Luft

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19. August 2008

Sommerfest 2008

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27. Mai 2008

Mai-Wanderung der EJBL im Forstrevier Küppelstein

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27. April 2008

Einer geht noch, einer geht noch rein!

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21. Dezember 2007

Die 3. Weihnachtsfeier der Evangelischen Jugendhilfe Bergisch Land

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12. Dezember 2007

1.500,00 € für die Heilpädagogische Ambulanz

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16. November 2007

MdL Marc Ratajczak besucht die EJBL

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22. August 2007

Sommerfest 2007

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27. Juli 2007

Golfen für »Rad und Tat«

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20. Dezember 2006

Spende statt Geschenke

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12. September 2006

Geschäftsführer Günter Jäckle spricht mit MdB Kerstin Griese

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13. August 2006

Sommerfest der Evangelischen Jugendhilfe Bergisch Land

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13. Juli 2006

1. internes Fußballturnier der Evangelischen Jugendhilfe Bergisch Land

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27. Juni 2006

Christa Otto ist staatlich anerkannte Heilpädagogin

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6. Juni 2006

Qualitätsmanager Udo Fischer im Ruhestand

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12. Mai 2006

Das Mitarbeiterfest 2006

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24. April 2006

Die erste Mitarbeitervertretung (MAV) der EJBL

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3. April 2006

Das Jahresmitarbeitergespräch

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29. März 2006

Stella Marlene

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11. November 2005

Ordentliche Tagung der Kreissynode des Kirchenkreises Lennep

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1. September 2005

Eröffnungsfeier der Evangelischen Jugendhilfe Bergisch Land

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Modellprojekt stationäre Erziehungshilfe

Wo Eltern von Heimkindern mitentscheiden

Für Eltern ist es oft ein Schock, wenn ihre Kinder in eine Wohngruppe der Erziehungshilfe kommen. Plötzlich ist der Kontakt nur noch eingeschränkt möglich. Das muss nicht so sein. Ein Modellprojekt der Diakonie RWL will Eltern stärker beteiligen, um sie wieder fit zu machen für die Erziehung ihrer Kinder. Wie das gelingen kann, zeigt die Evangelische Jugendhilfe Bergisch Land.

Im Sommer 2010 stand Srdjan einfach vor der Tür einer Kinderwohngruppe der Evangelischen Jugendhilfe Bergisch Land in Remscheid. Der serbische Vater einer damals siebenjährigen Tochter wollte wissen, wie ein deutsches Kinderheim aussieht und ob Valentina dort gut aufgehoben wäre. "Das hatte ich in meinen langen Berufsjahren als Pädagoge der stationären Erziehungshilfe noch nicht erlebt", erzählt Rainer Siekmann. "Ein Vater, der einfach vorbeikommt, weil er uns als Partner versteht." Es war der Beginn einer neuen Form der Zusammenarbeit.

Vom verängstigten zum selbstbewussten Teenager

Seit sechs Jahren lebt Valentina nun in der Kinderwohngruppe. Als das Jugendamt sie aus der Obhut ihrer psychisch-kranken Mutter nahm, sei sie deutlich entwicklungsverzögert gewesen, sagt der 43-jährige Pädagoge. Sie wirkte massiv verstört und verängstigt. Viele Anforderungen des alltäglichen Lebens konnte sie nur mit intensiver Hilfe und Begleitung lösen und erlernen. Heute entwickelt sie sich zu einer selbstbewussten Jugendlichen. Srdjan besucht sie fast jeden Tag. Er spielt mit ihr, hilft ihr bei den Hausaufgaben, geht mit ihr einkaufen und kocht mit ihr für die Wohngruppe, in der neun Kinder im Alter zwischen acht und 15 Jahren leben. "Die Gruppe ist nicht nur Valentinas Familie, auch ich fühle mich hier zuhause", sagt der 43-jährige geschiedene Vater.

Sein Einsatz zeigt, dass möglich ist, was viele Pädagogen in der stationären Erziehungshilfe lange Jahre für unmöglich hielten: Eltern erfolgreich an der Erziehung von Heimkindern zu beteiligen. Welche Möglichkeiten es dafür gibt und wie die Zusammenarbeit gelingen kann, untersucht ein Modellprojekt der Diakonie RWL seit zwei Jahren in neun Einrichtungen. Eine davon ist die Evangelische Jugendhilfe Bergisch-Land. Im Mai sollen die Ergebnisse des zum Abschluss des Projekts präsentiert werden.

Zauberwort unter Vorbehalt: Elternpartizipation

Elternpartizipation heißt das Zauberwort, das in der stationären Erziehungshilfe Türen öffnen soll, die lange verschlossen waren. Zwar sei heute unter den Fachleuten unumstritten, dass Eltern von Heimkindern für die Erziehung fit gemacht werden müssten. "Das können sie am besten im Umgang mit ihren Kindern lernen", ist Siekmann überzeugt. Aber es gebe viele Vorbehalte und Ängste, die Eltern in den Wohngruppen willkommen zu heißen. Schließlich habe das Jugendamt die Kinder meist aus gutem Grund aus den Familien genommen. "Daher werden sie leider eher als Menschen wahrgenommen, die Probleme verursachen denn als Vater oder Mutter, die durchaus Kompetenzen mitbringen."

Fast alle Eltern haben nach Siekmanns Erfahrung ein starkes Interesse daran, dass es ihren Kindern in den Einrichtungen gut geht und möchten sie irgendwann wieder nach Hause holen. "Auch die Kinder haben den Wunsch, wieder zurück zu ihrer Familie zu gehen." Der Pädagoge, der inzwischen Fachbereichsleiter für die Kindergruppen der Evangelischen Jugendhilfe Bergisch Land ist, sieht die Aufgabe der Erziehungshilfe deshalb darin, beide Teile der Familie zu einem friedvollen und förderlichen Zusammenleben zu befähigen.

Die Kinder, so erzählt er, entwickelten sich in den Gruppen meist recht schnell zu sozial kompetenten und selbstbewussten Persönlichkeiten. Sie lernten, Konflikte friedlich zu lösen, verantwortlich und selbstständig zu handeln. "Wenn sie meist nach ein oder zwei Jahren wieder zu ihren Eltern zurückgehen und treffen auf die gleiche Familiensituation wie vor der Inobhutnahme des Jugendamtes, kommt es erneut zu Konflikten."

Erziehungskompetenz wieder erlernen

Deshalb setzt Siekmann auf Elternpartizipation. Hoffnungslose Fälle gibt es für ihn kaum. "Familien, in denen Gewalt und sexueller Missbrauch an der Tagesordnung sind und bleiben, gehören für mich dazu. Da müssen wir die Kinder vor den Eltern schützen, aber das kommt seltener vor, als man denkt." Den allermeisten Eltern fehle nicht der Wille, sich für das Wohl ihrer Kinder einzusetzen, sondern die Fähigkeit. Ihre Erziehungskompetenz sei oft durch Erkrankungen, Arbeitslosigkeit, Armut oder Schicksalsschläge verloren gegangen und müsse wieder aktiviert werden.

Im Modellprojekt werden verschiedene Möglichkeiten erprobt, wie Eltern für die Erziehung ihrer Kinder stark gemacht werden können. In der Kinderwohngruppe in Remscheid teilen sie den Alltag mit ihren Kindern und dürfen immer zu Besuch kommen. Andere Einrichtungen haben Hospitationen für Eltern ermöglicht, damit sie das Leben in den Wohngruppen ihrer Kinder besser kennen- und verstehen lernen oder einen Elternbeirat gegründet, in dem sie über die Gestaltung des Zusammenlebens in den Gruppen mitentscheiden. In der Evangelischen Jugendhilfe Bergisch Land wird demnächst ein Elterncafé eingerichtet, damit die Eltern sich untereinander und gemeinsam mit den Fachkräften austauschen können. So lernen sich beide Seiten besser kennen und können gegenseitige Bedenken abbauen.

"Alle lieben ihre Kinder"

Im Laufe des zweijährigen Modellprojekts fanden zahlreiche überregionale Workshops statt, in denen Pädagogen und Eltern miteinander diskutierten – oftmals ohne zu wissen, wer eigentlich welche Funktion hat. "Das war ein echtes Aha-Erlebnis für mich", gibt Rainer Siekmann zu. "So manches Mal dachte ich, dass eine Fachkraft vor mir steht, dabei war es ein Elternteil." Diese Erfahrung bestätigte seine Meinung, dass auch diese Väter und Mütter "Experten für ihr Kind" sind.

"Selbst wenn in unseren Familien viel falsch gelaufen ist, lieben wir doch alle unsere Kinder", betont Srdjan – und spricht damit für die anderen Eltern, die er durch das Modellprojekt kennengelernt hat. Er wünscht sich, dass die Fachkräfte in der Erziehungshilfe dies anerkennen und den Eltern auf Augenhöhe begegnen. Nur so könne Vertrauen auf beiden Seiten wachsen. "Rainer Siekmann hat mich immer ernst genommen", sagt der 43-jährige Serbe. "Er hätte auf Besuchszeiten bestehen und mich wegschicken können, wenn ich einfach vor der Tür stand. Aber er hat nach seinem Herzen gehandelt."

Sabine Damaschke