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Die 7 Schritte der Gefährdungsbeurteilung

 

 

 

Durchführung einer Analyse von Gesundheitsgefährdungen in der Jungenwohngruppe

Im Steuerkreis des AK „PEJBL“ (der derzeitig den Aufbau eines  Gesundheitsmanagements in der EJBL erarbeitet) wurde im Herbst 2014 die Durchführung einer Gefährdungsanalyse in einer Regelgruppe beschlossen. Zeitnah fand ein Vorgespräch zwischen der Moderatorin Frau Müller (Beraterin der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege) und der Teamleitung der Jungenwohngruppe statt. Als Thema für die weitere Bearbeitung wurde die Aufstellung und Beurteilung möglicher psychischer Gefährdungslagen vereinbart. Zudem stieß die Idee, eine Kooperation mit Kollegen der Außenjugendwohngruppe einzugehen, auf Zustimmung.

Anfang Januar 2015 wurde dann die eigentliche Gefährdungsanalyse in der Jungengruppe durchgeführt. Hieran nahmen das Team der Jungengruppe und ein Vertreter der Außenjugendwohngruppe teil.
Nach einer kurzen Einführungsmoderation, wurden die Schwerpunkte für das Treffen fixiert. Es wurde zudem beschlossen, den weiteren Ablauf nach einer vorgegebenen Methode (siehe Abb. unten) zu strukturieren.
Als Arbeitsbereich wurde die Jungenwohngruppe, mit Berücksichtigung diverser Aspekte aus der Außenjugendwohngruppe, festgelegt. Für die Gefährdungsermittlung wurde die Methode der Kartenabfrage ausgewählt.

Die Teilnehmenden stellten anschließend die Karten, die sie unter der Fragestellung „In den vergangenen Monaten hat mich am Arbeitsplatz am stärksten belastet…“ erstellt haben, vor und ordneten sie verschiedenen, zusammenfassenden Überschriften zu. In der Beurteilung der Gefährdungen wurde deutlich, dass die Äußerungen der Teilnehmer gruppenübergreifend eng beieinander liegen. Risiken, die durch technische Lösungen vermeidbar wären, wurden nicht benannt, so dass auf eine Beurteilung dieser Gefährdungen verzichtet wurde. Später wurden die Karten aus der Abfrage dann in Vorbereitung auf die Festlegung von Maßnahmen zu Themen zusammengefasst und die jeweiligen Karten entsprechend zugeordnet.

In den beiden fortführenden Treffen im Februar und März wurden dann die festgelegten Maßnahmen diskutiert, ein Maßnahmenplan erstellt und resultierende Aufgaben einzelnen Teilnehmenden zur Kontrolle zugeordnet.
Folgende Themen für den Maßnahmenplan wurden festgehalten:

  • Umgang mit absehbaren Langzeiterkrankungen,
  • Kommunikation und Kooperation zwischen Teams, Teamleitungen und Fachbereichsleitungen,
  • Individueller Überforderung im Gruppenalltag entgegenwirken,
  • Vereinbarungen und (eigene) Anforderungen ernst nehmen und konsequent nachhalten.

Die Ergebnisse der detaillierten Maßnahmenfestlegung werden an den Steuerkreis (AK „PEJBL“) übergeben und dort weiter bearbeitet. Zudem wird ab April/Mai in den Gruppen AJWG und Jungenwohngruppe, sowie im Aufnahmezentrum eine Pilotphase gestartet, in der folgende Aspekte berücksichtigt werden sollen:

  • Erstellung einer Jahresübersicht von Urlauben und anderen geplanten Ausfällen (z.B. Kur, OP’s, Elternzeit, etc.),
  • Die Personalsituation der Gruppe soll in die TLK/FBK transportiert werden (Transparenz),
  • Die Personalsituation ist Bestandteil der monatlichen Gespräche zwischen TL+FBL, die Gesprächsinhalte werden dokumentiert (Transparenz),
  • Dokumentation, ob Terminabsprachen mit Rücksicht auf den Gruppendienst getroffen werden,
  • TL geben Informationen über absehbare personelle Engpässe zeitnah an die FBL weiter à Dokumentation,
  • „Vertretungsdienste“ erfolgen vorrangig aus den vorher vereinbarten „Partnergruppen“ (Reaktivierung des Partnergruppen-Systems) à Dokumentation.

Die stetige Dokumentation soll dabei helfen, nach Beendigung der Pilotphase Ergebnisse darüber zu erhalten, ob aufgetretene Personalengpässe mit weniger Last für die betreffende Gruppe „gestemmt“ werden konnten und welche Faktoren dazu in ersten Linie beigetragen haben. Eine Auswertung der Pilotphase findet Ende 2015/Anfang 2016 im Steuerkreis statt.

In einer abschließenden Reflexionsrunde äußerten sich die Teilnehmenden positiv über die Methode und das Erreichte. Diese umfangreiche Bearbeitung verschiedener und komplexer Problemstellungen und Gesundheitsgefährdungen, die lediglich ein Bild des letzten halben Arbeitsjahres widerspiegeln, geht weit über die regelmäßige, dienstliche Auseinandersetzung in Teamkonferenz- und Supervisionssettings hinaus und erfordert ein hohes Maß an wechselseitiger Offenheit und gegenseitigem Vertrauen.

Aus unserer Sicht ist die Umsetzung einer Gefährdungsanalyse nicht nur für das durchführende Team als Reflexions- oder Aufarbeitungsinstrument interessant, vielmehr könnte sie als fortfahrender Bestandteil des Personalentwicklungsprozesses innerhalb der EJBL verankert werden.

Besonders möchten wir uns bei unserer Moderatorin Frau Müller bedanken, die den Prozess der Gefährdungsanalyse mit ihren sehr guten Kompetenzen fachlich und menschlich ausgezeichnet begleitet hat. Ihr ist es in besonderem Maße zu verdanken, dass dieser Teilprozess des EJBL-Gesundheitsmanagements erfolgreich (wenn auch kraft- und zeitintensiv) durchgeführt wurde und zielführende Ergebnisse festgehalten und an den Steuerkreis übergeben werden können.
Es ist schön, dass Frau Müller auch weiterhin den Gesamtprozess im Steuerkreis begleitet.

Die Jungenwohngruppe

 

Info

 

Start der »Rad und Tat« AG Warum ein Betriebliches Gesundheitsmanagement für die EJBL?

 

Weil es eine gute Basis für unsere fordernden Arbeitsplätze ist

Weil es uns einen guten und professionellen Rahmen bietet, an Verbesserungen weiter zu arbeiten

Weil wir es uns wert sind

Weil die Qualität der Arbeit und unser Wohlbefinden zusammen hängen

Start der »Rad und Tat« AGWeil es mehr ist als körperliche Fitness

Weil es ein persönliches, inneres Gleichgewicht bei der Arbeit und im Privaten zusammen gehören

Start der »Rad und Tat« AGDamit wir gerne zur Arbeit gehen

Weil unser Selbstverständnis auch beinhaltet, das wir gut füreinander sorgen

 

art der »Rad und Tat« AG

Ansprechpartner

Markus Emonts
E-Mail: markus.emonts@ejbl.de
Telefon: 02196-720317