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Dezernent Thomas Neuhaus, Landesrat Lorenz Bahr, Hausherrin Silke Gaube und Dr. Irene Fuchs vom Psychologischen Dienst (von links) vor dem Haus im Waldhof, was zur Kindertagesstätte werden soll.

© Thomas Wintgen

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rga-online, 23. August 2017

Reinshagen

702 neue Kita-Plätze: Stadt sieht sich vor dem Ziel

Unter anderem entsteht eine Einrichtung auf dem Waldhof-Gelände der EJBL in Reinshagen – mit Waldkindergarten.

Sozialdezernent Thomas Neuhaus ist davon überzeugt, bis 2020 die errechneten 702 fehlenden Plätze in Kindertagesstätten (Kita) sicherstellen zu können. Der Chef im Dezernat, der unter anderem für den Jugend- und Sozialsektor zuständig ist, formulierte es am Dienstag so: „Die Nervosität ist dem Bewusstsein gewichen, dass wir das in Remscheid erleben werden.“ Es fehle allerdings noch grünes Licht vom Landesjugendamt oder die Unterschrift unter Baugenehmigungen und Verträgen mit den Trägern. Auch müsse in den meisten Fällen das Votum des Jugendhilfeausschusses sowie der jeweiligen Bezirksvertretung erfolgen.

Trotzdem: So kurz vor dem Ziel zu sein, freut auch Peter Nowack, im Rathaus für die Kita-Planung verantwortlich. Zumal im Mai noch 600 Anfragen nicht berücksichtigt werden konnten. In absehbarer Zeit gelangt die Stadt bei den Über-3-Jährigen auf eine Deckungsquote von 98 Prozent – ein stolzer Wert.

Eine der neuen Einrichtungen entsteht in der letzten noch nicht umgebauten Immobilie des Waldhof-Ensembles der Evangelischen Jugendhilfe Bergisch Land (EJBL). Aus betriebswirtschaftlichen Gründen ist die Mindestgröße eine viergruppige Einrichtung. Die Besonderheit am „Waldhof“ in Reinshagen wird sein, dass die vierte Gruppe ein Waldkindergarten werden soll.

Wesentlicher Unterschied zu konventionellen Einrichtungen: Die Kinder und Erzieherinnen verbringen den Kita-Alltag fast durchgehend außerhalb von Gebäuden – auf der Wiese oder im Wald zum Beispiel. „Die Aktivitäten im Freien finden bei jedem Wetter statt; Einschränkungen gibt es nur bei Witterungsbedingungen, die einen sicheren Aufenthalt im Freien unmöglich machen“, erläutert Freya Stoffel, lange Leiterin einer bergischen Tagesstätte, die mit den Gruppen häufig in den Wald ging.

Küppelstein: Viele Nachbarn engagieren sich ehrenamtlich 

Zumal das die Gesundheit fördere – „die Kinder haben mehr Abwehrkräfte“, sagt Stoffel. Dass Kinder mit Naturgegenständen spielen, ist für sie ein probates Mittel gegen Konsumsucht. Vorgeschrieben ist eine beheizbare Unterkunft in zumutbarer Nähe, in der Kinder und Erzieher bei sehr schlechten Witterungsbedingungen Schutz finden. Hierzu dienen in der Regel ein beheizter Bauwagen oder eine Hütte.

Landesrat Lorenz Bahr sähe im Waldkindergarten eine weitere Öffnung des traditionellen Standortes Waldhof, sagte er am Dienstag im Gespräch mit dem RGA. Silke Gaube, Geschäftsführerin der Evangelischen Jugendhilfe Bergisch Land (EJBL), kann in dem Zusammenhang erfreut berichten, dass der Standort in dem Bereich Reinshagen/Küppelstein bestens integriert sei.

Es gebe Nachbarn, die sich ehrenamtlich engagieren, indem sie beispielsweise bei Tagen der offenen Tür mithelfen, Nachhilfeunterricht geben oder auch mit den Mädchen und Jungen mal ins Kino gehen.

Von Thomas Wintgen