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Die zweite Familiengruppe im Kreiskinderheim Am Vogelsang. Helga Klug, (2. v. l.) erinnert sich.

© Fink/ WGA-Archiv

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rga-online, 22. August 2017

Historisches Foto

Drosselhaus weckt sehr viele Erinnerungen

Das historische Foto zeigte die zweite Familiengruppe im Kreiskinderheim.

Als Helga Klug in der vergangenen Woche das historische Foto im WGA betrachtete, wurden spontan sehr viele Erinnerungen wach gerüttelt. Die Wermelskirchenerin erinnerte sich an eine schöne, aber auch schwierige Zeit.

Das Foto, das am Dienstag, 23. August 1977, im WGA erschien, zeigte die zweite Familiengruppe des Kreiskinderheimes Am Vogelsang. „Das war für uns ein riesengroßer Schritt nach vorn“, sagt Helga Klug. Mit „uns“ meint sie sich und ihre drei Geschwister. Natürlich hat Helga Klug sie alle auf dem Foto wiedererkannt. „Ich bin die Zweite von links“, erzählt die Wermelskirchenerin am Telefon. Daneben sitzt Christel Kannmacher, die Mutter der neu zusammengesetzten Familie. Neben ihr auf der Sofalehne sitzt Sylvia, die Schwester von Helga Klug, und daneben Tom Kannmacher, Vater der Familiengruppe, die neben den Erwachsenen aus insgesamt sieben Kindern bestand. Der dritte Junge von rechts ist Helga Klugs Bruder Horst, rechts neben ihm sitzt Bruder Thomas.

Als die Kinder ins Kinderheim Am Vogelsang kamen, Helga Klug war sechs Jahre alt, wurden die Geschwister getrennt. „Das war schlimm für uns“, erinnert sich Helga Klug, die als einzige der Geschwister in Wermelskirchen geblieben ist. In den 1970er Jahren änderten sich die Lebensbedingungen für Kinder, die ohne Eltern aufwachsen mussten. Es wurden Familiengruppen gebildet, in denen die Kinder so etwas wie Geborgenheit einer Familie erleben konnten. „Die ersten Jahre waren schwierig für uns, als wir aber in die Familie Kannmacher kamen, wurde es viel besser“, erinnert sich Helga Klug auch an positive Zeiten in ihrer Kindheit.

Die Familiengruppe des Ehepaares Kannmacher war erst die zweite, die im Kinderheim Am Vogelsang gegründet wurde. Die erste hatte der Leiter des Kreiskinderheimes, Holger Witthinrich, gegründet. Das Ehepaar Kannmacher und Witthinrich betraten damals Neuland. Christel Kannmacher war Erzieherin und hatte im Kreiskinderheim ein Anerkennungsjahr verbracht. Vater Tom Kannmacher brachte unter anderem Musik in die neu gebildete Familie. Der Wuppertaler hatte sich seinerzeit einen Namen als Liedermacher und Folksänger gemacht. Untergebracht war die Familie im Drosselhaus. Die verschiedenen Wohngruppen und Gebäude des Kreiskinderheimes hatten Vogelnamen bekommen.

Helga Klug erinnert sich noch gut an die weit zurückliegende Zeit. Heute ist sie selbst verheiratet und hat Kinder. Bis auf einen Bruder leben die Geschwister noch. „Es geht uns gut“, sagt sie mit Blick auf das 40 Jahre alte Foto.

Von Karsten Mittelstädt und Wolfgang Stüwe