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Geschäftsführerin Silke Gaube packt aus: Die EJBL-Verwaltung ist von Wermelskirchen nach Remscheid in den Waldhof umgezogen.

© Doro Siewert

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rga-online, 20. Juni 2017

Jugendhilfe zieht nach Remscheid

Nach 13 Jahren in Wermelskirchen sitzt die EJBL-Verwaltung künftig im Waldhof. So hat das Team wieder mehr Kontakt zu den Kindern.

Die Verwaltung der Evangelischen Jugendhilfe Bergisch Land (EJBL) hat wieder direkten Kontakt zu Kindern und Jugendlichen. Sie ist vergangene Woche aus der Dabringhauser Straße in Wermelskirchen umgezogen in den Waldhof, den alten Standort des einstigen Remscheider Jugendheims.

Seit der Fusion mit dem Kreiskinderheim in Wermelskirchen zur EJBL sind die Haupt-Standorte im Waldhof und jenseits des Eschbachs Am Vogelsang aufgelöst – die Verwaltung war bis Mitte Juni in der vormaligen Jägerschen Fabrik untergebracht, wo auch die Agentur für Arbeit ihre Adresse hat. Hier hatte sie Einfluss auf den Zuschnitt der Räume haben dürfen und erfreute sich eines ausgezeichneten Einvernehmens mit Eigentümer Karl Hermann Jäger und seiner Gattin, betont EJBL-Geschäftsführerin Silke Gaube gleich mehrfach.

Dieses Verhältnis und das „zu den tollen Wermelskirchenern“ hätten den Umzug etwas getrübt, bedauert sie und hob das auch in einem Abschiedsbrief an die bisherigen Nachbarn hervor. Rein sachlich verbergen sich jedoch für alle Seiten Vorteile hinter dem Umzug, der am 12. Juni begann und nun enden wird mit dem Auspacken der letzten Kartons.

„Hier ist die Stelle mit der größten Schlagkraft“, blickt sich Silke Gaube in ihrem neuen Dienstzimmer um; nirgendwo sonst gibt es formal so viel zu regeln wie hier, wo aktuell vier Räume mit Kindern und Jugendlichen eingerichtet sind – die drei Clearing-Stellen, wo die jungen Menschen zwischen einem Tag und maximal sechs Monaten sind; sowie die Trainings-Wohngemeinschaft. Den Vorteil sieht die Geschäftsführerin darin, dass „hier die Leitungskräfte konzentriert sind“ und ständige An- und Abreisen über den Eschbach entfallen.

Bagger erwischte die Datenleitung

Das zwölfköpfige Team von Geschäftsleitung und Verwaltung war am neuen Standort sofort wieder arbeitsfähig –auch wenn der Bagger weiter oben in der Waldhofstraße einmal die Datenleitung erwischte. Die EJBL ist optimistisch und vertraut der Telekom, am 8. August das Glasfaserkabel in Betrieb nehmen zu können.

Im Gegensatz zum reinen Bürotrakt in Wermelskirchen „fehlen hier nicht länger die Kinder“, beschreibt Gaube das bisweilen aufgetretene Problem, Besuchern klarmachen zu müssen, dass es quasi ein Kinderheim ohne Kinder gibt. „Hier sind wir wieder ganz nah an einigen der Kinder“, freut sie sich. Weil alle Führungskräfte vor Ort sind, wird der Zeitfaktor effizienter genutzt.

Für betroffene Kinder und Erziehungsberechtigte ändert sich wenig. Die Kontakte zur Verwaltung finden ohnehin telefonisch statt, und direkte Kontakte gibt es fast nur mit den Wohngruppen. Sobald die letzte Tasse am richtigen Platz eingeräumt ist, wird das 136-köpfige Team der EJBL mal durchatmen können. Auch dank der großen Unterstützung der Bevölkerung – ob es Einzelpersonen sind, die zum runden Geburtstag Geld statt Geschenke sammeln, ob es die beiden Städte Wermelskirchen und Remscheid sind, die der EJBL stets wohlgesonnen gegenüberstehen.

Das Team hat bereits 80 Prozent des Leitbildes umgesetzt, das den Namen „2020“ trägt. „Visionen erfüllen sich“, heißt es da, „mit viel Arbeit, Fleiß, Durchhaltevermögen, Innovation, Kreativität, Lust und Liebe.“ Das wird auch beim Sommerfest am Sonntag, 3. September (14-17 Uhr), spürbar sein, auch wenn das „nur“ ein Kaffeeklatsch mit Spielen wird.

Zwei Räume hat die EJBL auch künftig noch in Wermelskirchen – an der rückwärtigen Seite oberhalb der Schillerstraße: die Heilpädagogische Ambulanz und ein Büroraum, auf dass die vielen Wohngruppen eine Anlaufstelle haben.

Von Thomas Wintgen