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Hossein Khawari (links) und Alireza Jamili leben in der neuen "Verselbstständigungs-Wohngruppe" an Intzestraße 20, die von Evangelische Jugendhilfe offiziell eingeweiht wurde.

©Doro Siewert

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rga-online, 9. März 2017

Intzestraße

Jugendliche fühlen sich wohl

Die Evangelische Jugendhilfe Bergisch Land hat das Haus an der Intzestraße renoviert.

Zahlreiche Nachbarn kamen zur offiziellen Eröffnung der interkulturellen Wohngruppe an der Intzestraße. Sie wollten sich das umgebaute Haus ansehen und mit den neun jungen Leuten, die hier ein neues Zuhause gefunden haben, ins Gespräch kommen.

Zwar sind schon im Sommer 2016 die ersten Bewohner eingezogen, aber erst jetzt sind alle Umbaumaßnahmen und Renovierungen im Haus abgeschlossen. „Die Jugendlichen möchten hier ihre Zukunft starten“, sagt Silke Gaube, Geschäftsführerin der Evangelischen Jugendhilfe Bergisch Land (EJBL), zu der auch diese Wohngruppe gehört.

„Als Nachbarn mussten wir uns erst einmal gegenseitig bekannt machen. Und das hat prima geklappt“, ist Silke Gaube froh, „echte Nachbarn“ angetroffen zu haben, die keine Beschwerdebriefe schreiben, sondern anklopfen, wenn es mal zu laut wird. „Klare Ansagen – das brauchen Jugendliche“, ist sie überzeugt.

In dem Haus leben auch unbegleitete Flüchtlinge

Großes Thema in der Wohngruppe für Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren ist das Selbstständigwerden. „Um Schule, Beruf, Haushaltsführung und vieles mehr geht es in der Gruppe“, erklärt die Fachbereichsleiterin Melanie Grobe. Im Haus wohnen unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, aber auch junge Leute, die nicht zu Hause leben können. „Es ist eine integrative und interkulturelle Gruppe, in der alle das gleiche Ziel haben. Uns ist eine wertschätzende Haltung wichtig, es gibt klare Strukturen.“ Hossein Khawari (17) ist aus dem Irak geflohen und war zunächst in einer Notunterkunft in Honsberg untergebracht. „Hier ist es viel schöner“ sagt er und erzählt, dass er Krankenpfleger werden will. Er geht noch zur Schule und beginnt demnächst ein Praktikum. Auch Alireza Jamili (16) ist alleine hier. Seine Familie lebt in Afghanistan. Ende März beginnt er ein Praktikum bei der Firma Elektro Kurz.

Jeder der neun Jugendlichen hat ein eigenes Zimmer. Die vier Mädchen wohnen im Dachgeschoss, die Jungen auf dem ersten Stock. Im November 2015 hat die Jugendhilfe das rund 300 Quadratmeter große Haus gekauft, neun Monate später konnten die ersten Jugendlichen einziehen. Die Zimmer wurden renoviert, der Dachboden ausgebaut. Bäder und Toiletten wurden installiert. Im Erdgeschoss gibt es einen Wohnraum. Im Esszimmer neben der Küche steht ein Tisch, an dem alle Platz finden. Um den Garten will sich die Gruppe in Kürze kümmern.

„Dass wir ausreichend Möbel einkaufen konnten, sogar eine Spielekonsole, das verdanken wir Herrn Gräfe“, sagte Melanie Grobe und überreichte ihm ein Bild, auf dem alle Jugendlichen, die hier wohnen, zu sehen sind.

Ulrich Gräfe hatte sich zu seinem Abschied von der Stadtsparkasse keine Geschenke, stattdessen eine Unterstützung für die Wohngruppe gewünscht. Teamleiter Sven Seeger versicherte, dass man gut miteinander auskomme: "Die Nachbarn haben uns freundlich willkommen geheißen." Das Büro im Haus ist rund um die Uhr sieben Tagen in der Woche besetzt.

Von Sabine Naber