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Muhammad, Sharif und Sejed mit Betreuern und Verantwortlichen der Evangelischen Jugendhilfe Bergisch Land, die dieses Integrationsprojekt einrichten. Die Gemeinschaft soll gemischt sein. Der deutsche Jugendliche der Gruppe, musste am Freitag während der Eröffnung zu Schule.

© Roland Keusch

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rga online, 29. April 2016

Asyl

Junge Flüchtlinge werden integrierte

Jugendhilfe Bergisch Land eröffnet Wohnprojekt, das Vorbildfunktion übernehmen kann.

Stand die Stadtverwaltung vor Monaten noch vor einem Berg an Problemen, um alle Flüchtlinge unterbringen zu können, so hat sich die Situation deutlich entspannt. „Vor allem die Unterbringung der unbegleiteten Jugendlichen hatte uns große Sorge bereitet“, sagte Bürgermeister Rainer Bleek. Dieses Problem hat sich quasi in Luft aufgelöst. „Dank vieler Wermelskirchener, aber auch Einrichtungen wie dieser“, sagte Bleek gestern bei der offiziellen Eröffnung der ersten interkulturellen Jugendwohngemeinschaft, die die Evangelische Jugendhilfe Bergisch Land (EJBL) in einem Reihenhaus an der Joseph-Haydn-Straße eingerichtet hat.

In dieser Gemeinschaftswohnung werden jugendliche ausländische Flüchtlinge und deutsche Jugendliche gemeinsam auf den Schritt in die Selbstständigkeit vorbereitet. Ein Pilotprojekt, das bei der Integration von Flüchtlingen Vorbildcharakter haben könnte. Das meinen nicht nur Bleek und die Geschäftsführerin der EJBL, Silke Gaube, auch die örtliche Wirtschaft setzt auf die Integration der ausländischen Jugendlichen. Jedenfalls hat die Firma Ortlinghaus nicht nur große Teile der Einrichtung spendiert, der geschäftsführende Gesellschafter Peter Ortlinghaus hatte eine Idee, die unter den zahlreichen Anwesenden der Wohngruppeneröffnung zu spontanem Beifall führte. Die vier Jugendlichen im Alter zwischen 16 und 17 Jahren dürfen ein Praktikum bei Ortlinghaus absolvieren. „Genau das brauchen wir“, sagte Bleek. „Die Integration in Arbeit muss Ziel sein.“

Die vier jungen Männer, die in Pakistan, Deutschland und Afghanistan geboren sind und zum Teil seit vier Wochen in dem Reheinhaus leben, sind auf dem besten Weg, dieses Ziel zu erreichen. „Die Jungs sind fantastisch“, findet Heiko Hombrecher, stellvertretender Leiter der Wohngruppe. Er betreut die Jugendlichen mit Christiane Schwartzer und der erfahrenen Pädagogin Marlene Ostermann tagsüber. Nachts sind die vier Jungen allein im Haus.

Die jugendlichen Flüchtlinge sind ehrgeizig und höflich

Das hat bisher sehr gut funktioniert. Nicht nur die Betreuer sind dieser Meinung, auch die Nachbarn, die zur Einweihung der interkulturellen Wohngemeinschaft zahlreich erschienen sind. Nachbarin Gundula Schmitz hat sogar, wie bei solchen Anlässen üblich Brot und Salz als Gastgeschenk mitgebracht. „Wir sind alle vorher informiert worden, was hier passieren soll und haben einen Ansprechpartner. Und von den Jugendlichen haben wir, ehrlich gesagt, noch gar nichts mitgekriegt.“

Das liegt sicher auch daran, dass sie „höflich und respektvoll im Umgang sind“, wie Silke Gaube erzählte. Gegenüber anderen, aber auch untereinander. Sie halten das Haus sauber, nicht selbstverständlich für 17-Jährige, und kochen gemeinsam. „Muhammad kocht am besten“, erzählte der 17-jährige Sejed, der wie Sharif (16) aus Afghanistan stammt. „Aber er kocht sehr, sehr scharf“, ergänzte Sejed. Muhammad kennt das aus seiner pakistanischen Heimat so.

Die vier Jugendlichen – der Junge aus Deutschland musste am Freitagmorgen zur Schule – sind sehr ehrgeizig, sagte Markus Emonts. Fachbereichsleiter der EJBL. Die drei Flüchtlinge, die zum Teil traumatische Erlebnisse hinter sich haben, besuchen neben einem Integrationskurs, zusätzlich einen VHS-Kurs, um die deutsche Sprache schneller zu erlernen. Silke Gaube ist zuversichtlich, dass sie das Ziel erreichen: sobald sie volljährig sind, auf eigenen Füßen zu stehen.

JUNGE FLÜCHTLINGE

SONNE Im Gemeindehaus Sonne, das die Stadt gekauft hatte, um dort unbegleitete junge Flüchtlinge unterzubringen, können Flüchtlingsfamilien einziehen, sagte Bürgermeister Rainer Bleek gestern. Alle 30 bislang zugewiesenen unbegleiteten Flüchtlinge konnten bis auf zwei in Familien und bei der EJBL untergebracht werden. Derzeit hat die Stadt noch Wohnraum für 100 Flüchtlinge zur Verfügung. Ende Mai wird die Schuberthalle freigegeben.

Hartmut Demski, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises, bat Gott, „welchen Namen er auch trägt“, um den Segen und dass er den Jugendlichen hilft, die schrecklichen Bilder, die sie erleben mussten, zu vergessen.

Von Karsten Mittelstädt