Für den Inhalt dieser Seite ist eine neuere Version von Adobe Flash Player erforderlich.

Adobe Flash Player herunterladen

 

 

Ein Erlebnis: Nach einem Jahr Training fuhren die Jugendlichen der EJBL 2009 mit ihren Betreuern mit dem Rad 550 Kilometer von Wermelskirchen nach Paris.

FOTO: Gaube

31. Dezember 2015

Waldhof-Gelände ist verkauft

mehr ...

30. Dezember 2015

Das wünschen sich Kinder für 2016

mehr ...

30. Dezember 2015

Zehn Fragen an Silke Gaube

mehr ...

22. Dezember 2015

Heimkinder feiern ihr Weihnachtsfest

mehr ...

8. Dezember 2015

Nikolaus der "Bergisch Bees" besucht EBJL-Wohngruppen

mehr ...

3. Dezember 2015

Kinder lernen am Waldhof individuell

mehr ...

3. Dezember 2015

Auf dem Weg zurück in ein normales Leben

mehr ...

2. Dezember 2015

Investor kauft Waldhof-Gelände

mehr ...

19. November 2015

Kunden erfüllen Wünsche

mehr ...

18. November 2015

Spenden zum 150. Geburtstag

mehr ...

13. November 2015

Ohne Eltern aus der Heimat geflüchtet

mehr ...

12. November 2015

Junge Flüchtlinge sollen zum Waldhof

mehr ...

6. November 2015

Mitarbeiter lernen gesund zu essen

mehr ...

21. Oktober 2015

Die EJBL feiert ihr Jubiläum im Zirkus

mehr ...

18. Oktober 2015

Jugendhilfe feiert Zehnjähriges im Zirkuszelt

mehr ...

17. Oktober 2015

EJBL bietet Jugendlichen eine Perspektive

mehr ...

2. September 2015

Heimkinder lieben ihren Kirmesrundgang

mehr ...

1. September 2015

Fanclub spendet an die Jugendhilfe

mehr ...

4. August 2015

Jugendliche retten Kaninchen

mehr ...

28. Juli 2015

Leo-Club Graf von Berg spendet Räder

mehr ...

21. Juli 2015

Jugendliche schwitzen glücklich im "Film-Eck"

mehr ...

16. Juli 2015

Silke Gaube: Mit Eltern auf Augenhöhe sein

mehr ...

20. Mai 2015

Französisch-deutsche Partner endecken Parallelen

mehr ...

7. Mai 2015

Kinderheim »Der Waldhof« steht vor Umbruch

mehr ...

24. April 2015

Marode Parkpalette am Lenneper Bahnhof soll verkauft werden

mehr ...

27. März 2015

Jugendhilfe startet eine neue Kooperation

mehr ...

25. März 2015

Vereinsvermögen geht als Spende an die Jugendhilfe

mehr ...

2. März 2015

Verein "Wiwa" macht als Stammtisch weiter

mehr ...

22. Februar 2015

Schüler bringen sich dankbar ein

mehr ...

11. Februar 2015

Amboss-Footballer laden Heimkinder ins Kino ein

mehr ...

 

 

 

 

RP-Online, 17. Oktober 2015

Wermelskirchen

EJBL bietet Jugendlichen eine Perspektive

Die Evangelische Jugendhilfe Bergisch Land feiert zehnjähriges Bestehen. Ein Rückblick auf eine ereignisreiche Zeit.

Was im Herbst 2005 nicht nur auf ungeteilte Begeisterung stieß, ist heute ein Erfolg: Die Evangelische Jugendhilfe Bergisch Land (EJBL) feiert zehnjähriges Bestehen. "Natürlich gab es damals einige Vorbehalte, unseren gewohnten Gang zu ändern. Es mussten schließlich auch viele Dinge auf den Weg gebracht werden", sagt EJBL-Geschäftsführerin Silke Gaube mit Blick zurück auf die Fusion aus Städtischem Kinderheim Waldhof in Remscheid und dem evangelischen Kreiskinderheim in Wermelskirchen zur EJBL.

"Das Zusammenwachsen einer kommunalen und einer kirchlichen Organisation war juristisch und personell eine große Herausforderung", betont Gaube, zumal damals im Remscheider Heim rote und in Wermelskirchen schwarze Zahlen geschrieben wurden. Heute sei die Fusion eine "Wahnsinns-Entwicklung", eine nicht mehr wegzudenkende Erfolgsgeschichte, da die Einrichtung finanziell auf soliden Füßen stehe.

Was lange Zeit im Volksmund noch als Betreuung von "Problem-Kindern" galt, ist heute ein professionelles, differenziertes und dezentrales Jugendhilfe-Angebot. Die EJBL kümmert sich aktuell um 102 Kinder und Jugendliche in zwölf Wohngruppen, die sich in Häusern in Remscheid und Wermelskirchen befinden. Dazu kommt eine Tagesgruppe in Burscheid, die Kinder nach der Schule betreut. Die Evangelische Jugendhilfe beschäftigt etwa 120 Mitarbeiter, die mit ihrer Stundenzahl rechnerisch 90 Vollzeitstellen besetzen.

Die 51-jährige Silke Gaube ist seit 28 Jahren dabei. "Wir haben früh Methoden der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an Entscheidungsfindungen in der Einrichtung und in pädagogischen Prozessen umgesetzt. Heute ist ein Rechte-Katalog der jungen Menschen genauso selbstverständlich wie das Beschwerde-Management und die aktive Beteiligung am persönlichen Hilfeplan-Verfahren", sagt sie. "Sogar bei der Einstellung neuer Mitarbeiter haben die Kinder und Jugendlichen mitzureden."

Die EJBL gibt Kindern und Jugendlichen ein neues Zuhause und eine neue Familie, deren Eltern oder Verwandte sich nicht mehr (ausreichend) um sie kümmern können oder dies schlicht nicht mehr schaffen - Krankheit, Alkoholismus oder häusliche Gewalt können Ursachen dafür sein. "Unsere Kinder und Jugendlichen stecken in Krisensituationen, sie haben noch keine Punktlandung im Leben gemacht", sagt Gaube.

Aushängeschild der EJBL ist das im Bergischen Land einzigartige "Aufnahme- und Clearingzentrum" in Waldhof, das junge Menschen in zwei Gruppen mit je acht Personen aufnimmt und so aus akuten Krisensituationen herausnimmt. Dort erstellen dann pädagogische Fachkräfte eine psychosoziale Diagnose und erarbeiten mit den jungen Menschen sowie deren Familien eine Perspektive. "Ist die Perspektive erarbeitet, kommen die Jugendlichen entweder in eine unserer Gruppen oder wir vermitteln sie innerhalb unseres Netzwerks weiter", erläutert EJBL-Verwaltungsleiter Jörg Löwe.

Aktuell macht die EJBL jährlich einen Umsatz von etwa 6,5 Millionen Euro. Einnahmen generiert die EJBL meist über die Jugendämter, die für die Plätze der einzelnen Kinder und Jugendlichen bezahlen. Ist ein Kind bei der EJBL untergebracht, bekommen dessen Eltern kein Kindergeld mehr. Verdienen die Eltern genug, müssen sie einen einkommensabhängigen Beitrag leisten. "Die Einnahmen reichen für das Nötigste. Es ist schwierig, den jungen Leuten ein Geburtstagsgeschenk von zehn Euro zu kaufen. Dafür benötigen wir Spenden", betont Löwe.

Von Stephan Singer