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Silke Gaube und Heiner Dutzmann hoffen darauf, dass die Politiker den Weg für eine Modernisierung des Kinderheims Waldhof freimachen.

© Roland Keusch

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rga 7. Mai 2015

 

Evangelische Jugendhilfe Bergisch Land

Kinderheim »Der Waldhof« steht vor Umbruch

REMSCHEID/WERMELSKIRCHEN Am Donnerstag entscheiden die Politiker über den Verkauf der Gebäude in Küppelstein.

Das Kinderheim "Der Waldhof" liegt da, wo sich Fuchs und Hase "gute Nacht" sagen könnten – mitten im Grünen, am Rande eines Waldgebiets in Küppelstein. "Das ist wirklich eine tolle Lage", erklärt Geschäftsführerin Silke Gaube über die Einrichtung der Evangelischen Jugendhilfe Bergisch Land.

Die „tolle Lage“ ist vermutlich auch der Hauptgrund, warum sie mit ihrem 16-köpfigen Mitarbeiterteam noch nicht die Umzugskartons gepackt hat. Denn: Die beiden Gebäude aus der Nachkriegszeit, in denen bis zu 16 Kinder und Jugendliche versorgt werden, sind längst in die Jahre gekommen. Einfachverglasung, eine uralte Heizungsanlage, Feuchtigkeitsschäden im Wirtschaftsraum – all das kann sie gemeinsam mit Heimkoordinator Heiner Dutzmann präsentieren. „Die Stadt Remscheid hat immer wieder geholfen und einzelne Modernisierungmaßnahmen eingeleitet. Es fehlte aber das Geld für eine grundlegende Sanierung“, berichtet die Geschäftsführerin, die mit Spannung der Sitzung des Hauptausschusses am Donnerstag entgegen sieht. Bei dieser wollen die Politiker die Entscheidung treffen, ob sich die Stadt Remscheid von Grundstück und den dortigen Immobilien trennt. Ein privater Investor will das Heim kaufen – und umbauen. „Das ist unsere ganz große Hoffnung“, erklärt Silke Gaube.

Die Glocke wurde zu den Mahlzeiten geläutet

Manche Ecken des Waldhofs verströmen noch den Charme der 50er Jahre. Da wäre zum Beispiel die überdachte alte Glocke, die dann geläutet wurde, wenn die Kinder zum Essen gerufen wurden. „Streng getrennt, in zwei Gruppen.“ Oder der alte Speiseraum mit Großküche, der heute nur noch als Möbellager dient. „Da gibt es sogar noch Nierentische“, erzählt Heiner Dutzmann. Das verwitterte Gebäude steht am Rande des Geländes.

Dass sich die Kinder, die in akuter seelischer Not umsorgt werden, dennoch im Waldhof wohlfühlen können, liegt am Improvisationstalent der Betreiber. Die beiden Wohngebäude sind gemütlich eingerichtet – wie gemacht für eine Großfamilie. „Allerdings haben wir nur wenige Einzelzimmer. Das führt natürlich hin und wieder zu Konflikten“, erzählt Silke Gaube, die mit dem neuen Investor in Kontakt steht. In ersten Grobskizzen nahm das Raumprogramm schon Konturen an, das deutlich mehr Einzel-, aber auch ein paar Doppelzimmer in den beiden Wohngruppen vorsieht. „Denn hin und wieder kommen ja auch Geschwisterkinder zu uns. Und es gibt auch Fälle, in denen die Kinder nicht allein sein wollen.“ Aber auch Rückzugsräume zu schaffen sei wichtig. „ Bei dem Umbau wird wohl nur die Hülle der jetzigen Gebäude stehen bleiben“, vermutet Silke Gaube.

Grundsätzlich ist der Aufenthalt für die Mädchen und Jungen auf einige Wochen befristet, erklärt Dutzmann. "Wir suchen mit ihnen nach Lösungen, wie es für sie weitergehen soll." Ob nun in einer Pflegefamilien, einer Jugendhilfeeinrichtung oder, wenn möglich, im Elternhaus.

Von Frank Michalczak