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Haben sich wohl gefühlt in der Jugendherberge mitten in der Innenstadt von Berlin - und Kontakt gehabt mit jungen Menschen aus ganz Europa: die Wermelskirchener Gruppensprecher der EJBL.

Foto: PRIVAT

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rga.online, 30.10.2013

Gruppensprecher der EJBL sind tief beeindruckt

"Krass." "Wir dachten, das ist so ne Gedenkstätte ... Aber das dann wirklich zu sehen, das war beeindruckend, der Sezierraum und der Leichenkeller – wirklich schlimm. Schockierend, was die mit den Juden gemacht haben."

Die Rede ist vom KZ Sachsenhausen. Zwölf Jugendliche aus Wohngruppen der Ev. Jugendhilfe Bergisch Land (EJBL) haben auf eigenen Wunsch die Ausstellung "Topografie des Terrors" gestrichen und das KZ eingesetzt. Theorie und Praxis.

Denn am zweiten Tag ihrer Berlin-Fahrt waren die älteren Mitglieder des Gruppensprecher-Rates der Einrichtung –die jüngeren suchen einen Schatz – im Haus der Wannsee-Konferenz.

Echt zum Mitmachen, zu einer "wechselseitigen" Führung. Eine junge Israelitin hat einiges gezeigt und erklärt; dann mussten die Wermelskirchener in diversen Räumen Aufgaben erfüllen und Informationen beschaffen, die sie den jeweils anderen später vortragen konnten.

Es hat sie tief beeindruckt, dass deutsche Nazis in diesem Haus, das Juden gehört hatte, unter Leitung von Obergruppenführer Reinhard Heydrich (SS) binnen 90 Minuten ganz technokratisch den Tod von elf Millionen Menschen geplant haben, anschließend einen Cognac darauf tranken – und sechs Millionen auch "geschafft" haben. Wie, gab es in Sachsenhausen zu sehen. Theorie und Praxis.

"Das war schon ein Hammer"

Mitfahrer des GS-Rats


"Das war alles interessant." "Es gab viele neue Informationen." "Wir haben ganz viel Neues gelernt." "Auch vieles, was wir in der Schule nicht erfahren haben." "Das war heftig, das war schon ein Hammer." "So schlimm hatte ich mir das nicht vorgestellt."

Anschließend sahen die Jugendlichen die Synagoge (Oranienburger Tor). Abends gings zum Essen in ein jüdisches Restaurant. Die Vorspeisen waren total ok. Und der 20er-Jahre-Stil sowieso.

Überhaupt, die ganz Fahrt. Die Jugendlichen haben entgegen allen Erwartungen nie "gestreikt" trotz des vom Erlebnispädagogen Kai Birwer – er leitete die Fahrt mit Gruppenleiterin Elisabeth Busse – vollgestopften Programms, der anspruchsvollen Inhalte.

Möglich geworden war die Fahrt dank der Aktion "Wermelskirchen kocht". "So etwas – Prädikat sehr wertvoll – haben wir noch nicht bieten können." Geschäftsführerin Silke Gaube zeigte sich bei einer ersten Rückschau "mehr als beeindruckt, dass Jugendliche das Programm von A bis Z mitmachen. Das ist nicht normal für diese Altersgruppe."

"Das ist überdurchschnittlich", sagte sie. Kein Wunder, dass diese Jugendlichen gerne wieder mal nach Berlin fahren möchten, dann womöglich mit dem Schwerpunkt der deutschen Teilung (1962-1989). Cool war auch die Internationalität der Jugendherberge – nahe Tiergarten – mit 350 Betten.

"Acht Mädchen in einem Zimmer – da kommt schon mal was vor", frotzelten die Jungs und dachten ein bisschen an "Zickenstreit". "Aber wir haben uns alle gut miteinander verstanden."

GRUPPENSPRECHER-RAT DER EJBL

DER RAT versteht sich als demokratisches Gremium, das aus je zwei Vertretern aller Wohngruppen gebildet wird.

AUFGABEN Der GS-Rat berät gruppenübergreifende Dinge sowie aktuelle Aspekte der Jugendhilfe; er plant Sommerfeste - oder die Berlinfahrt -, kümmert sich um Möglichkeiten, Fußball zu spielen, leitet das Beschwerde- und Anregungs-Management der Einrichtung und bringt sich aktiv in Gespräche mit Stellenbewerbern für die Einrichtung ein.

Von Thomas Wintgen