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Sprechen für die Aufnahme eines Kindes Test- und Diagnose-Fragen durch: Geschäftsführerin Silke Gaube sowie die neue Clearing-Leiterin Melanie Grobe (rechts).

Foto: Herbert Draheim

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Thomas Wintgen, rga, 22. 01.2013

Antwort auf Frage, wie es weitergeht

EJBL. Im Aufnahme- und Clearingzentrum stehen Konzept und das interdisziplinäre Team optimal da – jetzt fehlt »nur« noch ein geeignetes Gebäude dafür.

Das Aufnahmezentrum der Ev. Jugendhilfe Bergisch Land (EJBL) hat mit Melanie Grobe eine neue Leiterin. Für Geschäftsführerin Silke Gaube ist das Team optimal - jetzt fehlts noch an Räumen. Aufnahme- und Clearingzentrum heißen die Gruppen für 6-12 sowie 13-17-Jährige. Her kommen - kurzfristig - Kinder und Jugendliche auf Initiative von Eltern oder Jugendamt. "Den typischen Fall gibt es nicht", sagen Grobe (34) und Gaube.

Bunt gemischter Haufen, der sich ständig ändert

Gewalt; Eltern, die nicht weiter wissen; aggressive Jugendliche, für die keine Regeln mehr greifen; "Systemsprenger" aus anderen Einrichtung; Suchtprobleme bei Eltern oder Jugendlichen, Ein "bunt gemischter Haufen", der sich ständig ändert.

Das liegt auch an der Zielvorgabe, dass Kinder und Jugendliche nach drei Monaten wissen sollen, dass sie selber mit an Schrauben für ihre Perspektive stellen, sondern dass alle Beteiligten auch wissen sollen, wo es am besten weiter geht.

"Wenn möglich, geben wir die Verantwortung in die Familie zurück" - außer bei sexueller Gewalt. Die Zielvorgabe "drei Monate" gelinge in der Regel, "weil wir das Fachpersonal haben und weil wir stationär arbeiten" (Gaube).

Das macht möglich, Kinder und Jugendliche im Alltag und nicht nur in Ausschnitten wahrzunehmen, zu beobachten. Das ermögliche eine schnellere und sicherere Beurteilung. Nicht umsonst ist die Aufnahme- und Clearingstelle der EJBL nicht nur im Bergischen Land begehrt.

Es gibt kaum Einrichtungen, wo die Diagnostik so breit aufgestellt ist wie hier. Wobei "wir uns Mühe geben", sagt Grobe, "vorurteilsfrei auf Kinder und Jugendliche zuzugehen".

Wo machbar, "sehen wir, wie die Situation daheim bzw. in der Schule ist", ergänzt Silke Gaube. "Wir beziehen das ganze Bezugssystem mit ein." Es ist keine Zeit zu verlieren, rasch eine Antwort zu finden, wies weitergeht.

Zumal es vorkommt, dass Jugendliche nicht richtig mitarbeiten. Zumal zeitlich der Anschluss bisweilen nicht reibungslos funktioniere. "Es ist manchmal sehr anstrengend, etwas Sinnvolles zu machen in einem ganz schwierigen, gewünschten Zustand", unterstreicht Silke Gaube.

Was das Aufnahmezentrum der EJBL auszeichne, ist das Bemühen um Hilfe, die Anschlussmaßnahme zu finden - und das Kind womöglich zu begleiten, auf dass es mehr Mut bekomme, sich das anzuschauen.

"Die Kollegen, die da arbeiten, sind alle unkaputtbar", macht Silke Gaube deutlich, dass die Kinder und Jugendlichen mit ihren bisweilen allzu "originellen Verhaltensweisen" verdammt anstrengend sein können.

"Nicht immer lustig - aber immer spannend", Melanie Grobe über ihre Arbeit

Die Arbeit sei "nicht immer lustig, aber immer spannend", sagt Melanie Grobe. Sie absolvierte nach dem Diplom den Masterstudiengang "Psychosoziale Beratung und Mediation" und will die psychosoziale Diagnostik mit der EJBL-Psychologin Miriam Kyeck "noch aktiver verfolgen".

NEUE RÄUME

DAS EJBL sucht für die Aufnahme- und Clearingstelle (2 x 8 Kinder und Jugendliche, 6 +10 Mitarbeiter) dringend neue Räume. Ziel: Frage bis Ende 2014 klären. Später sei unzumutbar. "Es läuft alles auf einen Neubau hinaus", sagt Silke Gaube.

STANDORT Gerne Remscheid (bisher nichts gefunden), gerne auf Waldhof-Terrain (Konflikt Natur). Wenn nicht, woanders (Wermelskirchen). Gaube: "Wir haben bis jetzt nichts gefunden."

PROBLEM Das Gebäude muss 16 Einzelzimmer + Bereitschafts- + Besprechungsräume, haben. Es geht nicht um "schöne", sondern um adäquate und "belastbare" Räume für optimale Diagnose und "tolle Mitarbeiter" (Gaube). s.n.

CLEARING

AUFNAHMEZENTRUM Es gibt (je 1) Sozialpädagogen, -ar- beiter, Rehabilitationspäd., Psychologen und Erzieher.

HIER passiert alles im Team - in "optimaler Kombination" aus sozialpädagogischer und psychologischer Perspektive .

DIAGNOSE Das Zentrum stellt Diagnosen für jedes Kind individuell - mit besonderen Fragestellungen, Eltern, Ju- gendamt und Kinder sollen wissen, wie eine gute Perspektive aussehen kann - ist besondere Betreuung nötig? Wie kann die aussehen usw.

NACHHALTIGKEIT Jugendamt, Eltern und Kinder sind im Prozess stets beteiligt, damit sie Empfehlungen verstehen und annehmen - auf dass es nachhaltig wirkt und sie dann auch greifen. s.n.

Von Thomas Wintgen