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Teamleiterin Melanie Grobe (r.) und Geschäftsführerin Silke Gaube von der Evangelischen Jugendhilfe Bergisch Land wollen die Clearing-Aufnahme verstärken und weiter nach vorne bringen. Dort sollen Kinder und Jugendliche während ihrer dreimonatigen Notaufnahmezeit eine neue Lebensperspektive gewinnen.

BM-FOTO: H.O.

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VON GUNDHILD TILLMANNS - RP, 71. 01.2013

Nothilfe für Kinder und Jugendliche

Wermelskirchen (RP). Die Evangelische Jugendhilfe Bergisch Land (EJBL) hat ihr Aufnahmezentrum personell und räumlich erweitert. Psychologen versuchen, Kindern und Jugendlichen neue Lebensziele und Eltern Erziehungshilfe zu vermitteln.

Wenn es akut "brennt", wenn Jugendämter, Familien oder auch Kinder und Jugendliche selbst um Hilfe bitten, dann kommt die Evangelische Jugendhilfe Bergisch Land (EJBL) mit ihrem Aufnahme- und Clearingzentrum ins Spiel. Wegen der großen Nachfrage, sogar weit über die Grenzen des Bergischen Landes hinaus, hat die EJBL ihre Abteilung für psychologische und pädagogische Diagnostik jetzt personell und räumlich erweitert.

Die 34-jährige Melanie Grobe leitet jetzt ein Team von 15 Mitarbeitern. Sie und die Psychologin Miriam Kyeck verstärken die Notaufnahme, der außerdem jetzt zwei statt bisher einer Gruppe mit insgesamt 16 Plätzen zur Verfügung stehen. Aufnahme finden junge Menschen dort zumeist für drei Monate, bevor sie im besten Fall wieder in ihre Familien zurückkehren können oder anderweitig ambulante oder stationäre Hilfen erhalten können.

"Wir sind aber keine Zulieferstelle für unsere eigenen Wohngruppen", betont Melanie Grobe. Denn erstens habe die EJBL nur selten freie Plätze, und außerdem gehe es bei den Kindern und Jugendlichen im Aufnahmezentrum hauptsächlich darum, ihnen und ihren Familien neue neue Lebensperspektiven aufzuzeigen.

Das könne bedeuten, in eine Intensivgruppe oder in eine andere stationäre Einrichtung, in eine Therapie weitergeleitet zu werden. Das könne aber auch bedeuten, gemeinsam mit den Eltern ambulante Jugendhilfemöglichkeiten zu installieren. "Wir versuchen in den drei Monaten immer möglichst gemeinsam mit dem Kind, dem Jugendlichen und seinen Eltern zu einer Lösung zu kommen, zu der dann alle Ja sagen können", verdeutlicht Melanie Grobe.

Denn nur so könne auch ein Erfolg zumindest von ihrer Stelle aus angebahnt werden. Und manchmal gibt's dann auch eine Rückmeldung, berichtet EJBL-Geschäftsführerin Silke Gaube. So habe ein zehnjähriger Junge nach seiner Aufnahme im Clearing-Zentrum und der Weiterleitung in eine andere Einrichtung geschrieben: "Das habt ihr gut ausgesucht, hier lebe ich gerne. Nur das Essen war bei euch besser", zitiert Gaube schmunzelnd. Allerdings werde es auch problematisch, wenn sich die Kinder und Jugendlichen im Clearing-Zentrum, das immer nur eine Durchgangsstation bleiben könne, zu sehr eingewöhnten.

"Denn manchmal werden wir auch zur Überbrückungsstation, wenn es zu lange dauert, bis die Jugendlichen woanders Aufnahme finden", weiß Gaube. "Wir nehmen uns aber so lange Zeit, bis wir individuell für jeden das passende Hilfekonzept gefunden haben", sichert Grobe zu.

Sie hat übrigens ganz gezielt daran gearbeitet, das Clearing-Zentrum zu leiten und es qualitativ noch weiter nach vorne zu bringen. Sie hat berufsbegleitend an der Fachhochschule Mönchengladbach ein zweieinhalbjähriges Studium im Bereich Psychosoziale Beratung und Mediation absolviert und mit dem Master abgeschlossen.

Nach dem Abitur hatte sie Sozialarbeit studiert und ihren Abschluss als Diplom-Sozialarbeiterin gemacht. Sie war seit ihrem Anerkennungsjahr in der Aufnahmegruppe im Remscheider Waldhof tätig und stammt damit aus der Praxis der EJBL. Schon als Jugendliche wollte Melanie Grobe mit Menschen arbeiten. Während ihres ersten Studiums kristallisierte sich ihre Leidenschaft für die Kinder- und Jugendpädagogik heraus. Die Teamleiterin ist verheiratet und möchte eines Tages auch selbst Kinder haben.