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Eine, die für ihre Wohngruppe mitreden und mitgestalten will: Gruppensprecherin Sammy.

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rga-online, 03.07.2013

"Wenn man nichts sagt, passiert auch nichts!"

Eine, die für ihre Wohngruppe mitreden und mitgestalten will: Gruppensprecherin Sammy. Foto: Hans Dieter Schmitz 1 Sammy engagiert sich für ihre Wohngruppe im Gruppensprecherrat der Evangelischen Jugendhilfe Bergisch Land. X-ray besuchte sie in Wemelskirchen.

Sammy ist 16, liebt Sport, trifft sich gerne mit Freunden, singt und spielt gerne Gitarre. Doch sie hat noch ein anderes Hobby, für das sie sich täglich einsetzt: Jeden ersten Dienstag im Monat sitzt Sammy im Gruppensprecherrat der Jugendhilfe Bergisch Land.

Diese Einrichtung hilft Kindern und Jugendlichen, wenn sie Probleme zu Hause haben oder sich in einer schwierigen Lebenssituation befinden. In insgesamt zwölf Wohngruppen in Remscheid, Wermelskirchen und Umgebung können Kinder und Jugendliche ein neues Zuhause finden.

Blick in die Wohngruppe

In einer dieser Wohngruppen, am Braunsberg in Wermelskirchen, lebt Sammy seit rund einem Jahr. Zusammen mit sieben anderen Mädchen zwischen 14 und 18 Jahren. Fünf Pädagogen (im Wechseldienst) und eine Haushaltskraft arbeiten in der Gruppe und begleiten die Mädchen im Alltag.

Sammy hat dort ihr eigenes Zimmer. Ihre Gitarre steht direkt neben dem Schrank, Fotos und ein Spiegel hängen an der rosa-weiß gestrichenen Wand. Ein Zimmer, wie es sich ein Mädchen eben wünscht.

An den Wochenenden kann sie mit den anderen Mädchen selbst kochen. Die "Kreationen" werden dann im großen, gelben Esszimmer zusammen verspeist. Und wenn mal ein bisschen Zeit ist, kann sie vorm Fernseher auf der großen Couch im Wohnzimmer relaxen.

Der Gruppensprecherrat

Doch genau wie in der eigenen Familie, gibt es mit acht Mädels unter einem Dach auch mal Stress. Manche Sachen sehen Sammy und ihre Mitbewohnerinnen dann anders als die Erwachsenen. Sammy erklärt welche Probleme auftreten können: "Manchmal ist eine von uns mit etwas in der Wohngruppe nicht zufrieden, oder wir möchten eine Reise machen, die geplant und finanziert werden muss. Internet in der Wohngruppe war zum Beispiel auch mal ein Thema."

Diese Themen, Probleme, Wünsche müssen besprochen werden, und genau das ist der Job des Gruppensprecherrats. Seit letztem Jahr haben die Mädchen aus Sammys Wohngruppe sie in diesen Rat gewählt, damit sie die Interessen der Gruppe vertritt und diese an andere weitergeben kann.

Probleme offen ansprechen

Immer wenn jetzt etwas ansteht, kann sie einmal im Monat mit den 20 anderen Gruppensprechern Probleme und Vorschläge bereden. "Alle haben sich über die verschiedensten Dinge beschwert, aber nie wurde etwas dagegen getan. Deshalb bin ich in den Gruppensprecherrat gegangen, denn wenn man nichts sagt, kann auch nichts passieren", sagt Sammy bestimmt. Alles was gesagt wird, wird im Gruppensprecherrat zum Thema. Wichtig ist, dass man immer bei allem, was erzählt wird, mitreden kann. Das Coolste hierbei: Jedes Anliegen wird an die Geschäftsleitung der Jugendhilfe weitergegeben.

Internet wichtiger als Räder?

Wenn es zum Beispiel Stress in der Gruppe gibt, wird ein Beschwerdecheck gemacht. Jede Beschwerde der Kinder und Jugendlichen wird angehört. "Natürlich muss man auch entscheiden, welches Thema am wichtigsten ist und was man wirklich will", erzählt Sammy. "Ist der Wunsch nach Internet für alle wichtiger als die Anschaffung von Fahrrädern? Oder muss erst ein Streit geschlichtet und dann der gemeinsame Ausflug ins Freibad besprochen werden?"

Fragen über Fragen, bei denen Sammy und die anderen Mitglieder nicht nur mitreden können, sondern auch noch fürs Leben lernen. Warum? Weil das unsere Bundeskanzlerin, die Frau Merkel, Regierung und Parlament fast genauso machen. Wie Sammys Gruppensprecherrat, versuchen sie Lösungen für Probleme zu finden. Manches gelingt, manches nicht.

Direkter Draht zur Leitung

Auch Erzieherin Natascha Enneper, die die Mädchen in der Wohngruppe betreut, ist sehr angetan von dem Rat: "Der Gruppensprecherrat ist ein ganz wichtiges Gremium. Die Kinder und Jugendliche können über die Vertrauenspädagogen an die Geschäftsleitung herankommen." Sammy ist jedenfalls sehr froh, dass sie von den anderen Mädchen zu einem Gruppensprecher gemacht wurde. Für die Herbstferien ist schon eine Bildungsreise nach Berlin geplant, auf die sich alle total freuen. "Und auch wenn ein Wunsch mal nicht erfüllt werden kann, gibt es immer eine gute Begründung dafür", erzählt die Schülerin. Die Jugendhilfe Bergisch Land ist schließlich ein Verein, und muss mit Geld und Spenden haushalten. Doch bei Mama und Papa zu Hause ist das ja nicht anders.

Dafür, dass Sammy sich so sehr für die Anliegen von anderen Kindern und Jugendlichen einsetzt, ist sie unser Held des Tages! Und wer jetzt aufmerksam geworden ist und den Kindern und Jugendlichen in der Evangelischen Jugendhilfe Bergisch Land mit einer Spende helfen möchte, kann das unter folgender Bankverbindung tun:

  • Konto 118 166, Stadtsparkasse Wermelskirchen, BLZ 340 515 70

Von Sihna