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Silke Gaube (r.) war erst sprachlos, dann stieß sie einen Freudenschrei aus, als Norbert Simon (mit Enkelin Maja und Gattin Christel) das Sparschwein leerte.

BM-FOTO: HANS DÖRNER

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BERGISCHE MORGENPOST

Statt Geschenke Geld für Jugendhilfe

(tei.-) Silke Gaube einmal sprachlos sehen, ist eigentlich eine Seltenheit: Die Geschäftsführerin der Evangelischen Jugendhilfe Bergisch Land (vormals: Kreiskinderheim) ist dafür viel zu quirlig und aktiv. Christel und Norbert Simon, begleitet von Enkelin Maja Tenzer (9), haben es geschafft: Sie "schlachteten" vor ihren Augen ihr Geburtstags-Sparschwein — ihre Gäste hatten 730 Euro gespendet, was Simon dann auf 800 Euro aufrundete. Da war Gaube erst einmal perplex — und vor Freude sprachlos.

Denn eigentlich wusste niemand, wie viel Geld die Gäste gespendet hatten — 250 bis 300 Euro, damit hatten die Simons und Gaube gerechnet. Und auch darüber hätte sich die Jugendhilfe gefreut. Doch dieser Betrag „haute" die Geschäftsführerin erst einmal um.

Das Ehepaar Simon feierte groß den runden Geburtstag: zwei mal 70 Jahre. Annähernd 60 Gäste — Großfamilie, Freunde, Nachbarn — waren in der „Centrale", Das Fest endete in den Morgenstunden. Die Familie hatte ein großes Programm vorbereitet: Eine Musikantenstadl­Hitparade in Kostümen. Da traten dann Kinder, Enkel, Nichten und Neffen zur Freude aller auch mal in der Krachledernen und in Dirndl auf. Und manche Texte waren dann
umgeschrieben auf die beiden „Geburtstagskinder".
Schon zum „100-Jährigen" hatten 'Norbert und Christel Simon für das Kreiskinderheim gesammelt — damals gab es Leckereien. „Was haben
die Kinder da geschlemmt", kann sich Gaube noch gut erinnern. Aber warum Jugendhilfe? Christel Simon: „In meiner Jugendzeit bin ich mit Kindern aus dem Kreiskinderheim zur Schule gegangen. Da ist was hängengeblieben."

Dieses Mal stellten die Simons ein Sparschwein auf, und die Gäste waren sehr großzügig. Das Geld benö­tigt die Juendhilfe dringend, denn: Das Spendenaufkommen ist fast um die Hälfte zurückgegangen.

„Viele Menschen haben weniger Geld zur Verfügung. Das spüren wir auch. Deshalb freuen wir uns über jede Spende." Und dass durch solche Aktionen die Spender gleichzeitig als Multiplikatoren auftreten. „Wer für uns spendet, uns von unserer Arbeit überzeugt. Das sorgt für ein gutes Image."
Das Geld fließt in die Projekte: Angeschafft werden zwei (teure) Handpuppen: Die sollen Kindern in Not helfen, über die Puppen über ihre Probleme zu sprechen. „Ohne Spende wäre dafür kein Geld da", so Gaube. Geld fließt auch in die Nachhilfe – wie auch Kunstprojekte.