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Fachbereichsleiter Michael Schiffer mit dem Team der Heilpädagogischen Ambulanz (v.l.): Christa Otto, Nina Kleinwechter, Simone Zielke und die Leiterin Marlene Ostermann.

Foto: Nico Hertgen

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Wermelskirchen (RP). Die Heilpädagogische Ambulanz der Jugendhilfe Bergisch Land expandiert: In Burscheid wird eine Zweigstelle errichtet. Mit Eltern und mit Kindern suchen die Heilpädagogen eine Lösung für die Erziehungsprobleme.

Als vor 15 Jahren die Heilpädagogische Ambulanz (HPA) als Teil des Evangelischen Kreiskinderheims "Am Vogelsang" eröffnet wurde, hegten manche Geldgeber in den öffentlichen Stuben die Hoffnung, dass die Kosten für die stationäre Unterbringung im Sozialbereich gesenkt werden könnten. Diese Hoffnung erfüllte sich nicht. Doch die HPA der Jugendhilfe Bergisch Land, wie das Kreiskinderheim nach dem Zusammenschluss mit dem Remscheider Kinderheim heißt, sorgt dafür, dass die Kosten nicht explodieren. Denn die ambulante Hilfe für Familien mit Kindern hält die stationären Kosten stabil. "Sie hätten sich sicher verdoppelt", so Fachbereichsleiter für ambulante Dienste und Kinder, Michael Schiffer.

Die Heilpädagogische Ambulanz, die ihren Sitz in der Jägerschen Fabrik an der Dabringhausener Straße hat, deckt eine große Region ab, denn die nächsten Ambulanzen sind erst in Solingen, Düsseldorf oder Wuppertal. Zudem haben viele ambulante Träger keinen stationären Hintergrund – hier sind es eben die Wohngruppen. Marlene Ostermann, Leiterin der HPA: "95 Prozent des Klientels kommt aber nicht aus unseren Wohngruppen, sondern wird uns von auswärtigen Jugendämtern, Kinderärzten oder Schulen zugewiesen – aus Wermelskirchen, Burscheid, Leichlingen, Odenthal und Remscheid."

Bei allen Fällen stehen zwei Kernfragen im Vordergrund: Was benötigenKinder an zusätzlicher Hilfe, um gesund groß zu werden? Und: Welche Unterstützung brauchen die Eltern? "Wir packen die Probleme ganzheitlich an", so Ostermann. Verzeichnet wird ein leichter Anstieg beim Bedarf zur Hilfe bei der Erziehung. Dabei wird gemeinsam mit Eltern und Kindern der Weg zur Lösung der Probleme gesucht. "Wir wollen die Ressourcen in den Menschen entdecken und neu nutzen", so Ostermann. "Wir sind nicht für Kinder oder für Familien da, sondern wir sind aktiv mit Kindern und mit Familien."

Ressourcen neu nutzen

Da der Bedarf gerade in der heilpädagogischen Erziehungshilfe auch über die Stadtgrenze von Wermelskirchen hinaus ansteigt, expandiert die Jugendhilfe Bergisch Land: Im September wird sie in Burscheid eine HPA-Zweigstelle eröffnen. Schiffer: "Wir kommen zu unserem Klientel. Sie brauchen nicht mehr die weiten Wege nach Wermelskirchen auf sich zu nehmen." Mit dem Evangelischen Kinderheim in Burscheid hat man einen Kooperationspartner gefunden. Zukünftig wird auch eine weitere Stelle für einen Heilpädagogen zu besetzen sein. Die Leiterin der HPA, Marlene Ostermann, verweist darauf, wie wichtig eine Vernetzung im Bereich der unterstützenden Hilfe für Familien sei: In Schulen und Kitas würde man Kinder beobachten, und die Kinderärzte hätten einen "tollen Blick" – die Zusammenarbeit sei super. Denn: Das Klientel komme aus allen Schulformen und allen sozialen Schichten.

 

Udo Teifel