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Michael Schiffer und Marlene Ostermann beim "Probesitzen" im neuen Burscheider Domizil der Heilpädagogischen Ambulanz.

Foto: Britta Berg

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Ambulanz eröffnet Zweigstelle

Im Burscheider Kinderheim an der Bismarckstraße richtet die Heilpädagogische Ambulanz der Jugendhilfe eine weitere Beratungsstelle ein. Voraussichtlich Anfang September ist die neue Zweigstelle bezugsfertig.

Burscheid. Im April packte die Diakonie-Sozialstation im Gebäude des evangelischen Kinderheims an der Bismarckstraße ihre Siebensachen. Sie zog um in den Neubau der Seniorenwohnanlage "Haus Regenbogen" an der Ecke Luisenstraße. Der frei gewordenen Platz im Erdgeschoss an der Bismarckstraße – 130 Quadratmeter mit drei Gruppenräumen, Küche und Toiletten – ist bald wieder besetzt: Die Heilpädagogische Ambulanz (HPA) der Evangelischen Jugendhilfe Bergisch Land mit Sitz in der Jägerschen Fabrik in Wermelskirchen erweitert dort ihr Angebot. Voraussichtlich Anfang September ist die neue Zweigstelle bezugsfertig.

Derzeit werden die Räume komplett renoviert. Sofort nach dem Einzug nehmen die Heilpädagogen ihre Arbeit auf. "Wenn wir am 9. November zur offiziellen Einweihungsfeier einladen, liegen schon erste Ergebnisse unserer Tätigkeit vor", kündigte gestern der Fachbereichsleiter für "Ambulante Dienste und Kinder", der diplomierte Sozialarbeiter Michael Schiffer, an. Die HPA gehört zu seinem Verantwortungsbereich. Im Evangelischen Kinderheim Burscheid besitzen die Wermelskirchener einen Kooperationspartner, mit dem seit vielen Jahren gute Kontakte gepflegt werden: Einige der in der Bismarckstraße lebenden Kinder nehmen die HPA-Hilfe längst in Anspruch.

"Unsere Arbeit mit Kindern und Eltern ist letztlich Hilfe zur Selbsthilfe", sagte die HPA-Leiterin Marlene Ostermann. Ihre Kollegin, die Heilpädagogin und Geschäftsführerin der Evangelischen Jugendhilfe Bergisch Land, Silke Glaube: "Wir sind gewissermaßen ein ,Überbrückungskabel'." Laut Ostermann nimmt der Betreuungsbedarf an heilpädagogischen Erziehungshilfen in der Region ständig zu. Die Klientel – vor allem Kinder mit psychischen Problemen – kommen aus allen Schulformen, allen sozialen Schichten.

Der Fokus liegt auf der Arbeit mit Kindern zwischen zwölf und vierzehn Jahren. Schiffer: "Die gesamte Bandbreite unserer Hilfsangebote beginnt bei Kindern ab fünf Jahren und endet ungefähr bei Jugendlichen bis zu 20 Jahren." Beratung erhalten aber auch Eltern, die mit ihren Zöglingen nicht mehr zurechtkommen. "Häufig spiegeln die psychischen Probleme der Kinder die Probleme und Defizite der Eltern wider", so Schiffer.

Die 1997 gegründete HPA ist zuständig für Wermelskirchen, Burscheid, Leichlingen, Odenthal und Remscheid. Ostermann: "Mit der Präsenz in Burscheid bieten wir unserer Klientel aus den südlicher gelegenen Kommunen einen kurzen Weg an." Zum Angebot zählen Diagnostikmethoden, Spieltherapie, Psychomotorik, Heilpädagogische Behandlungen, Familienberatung und -therapie sowie Krisenintervention. Ansprechpartner für die Vermittlung zur HPA sind in erster Linie die Jugendämter. Ebenso sind Schulen und Kinderärzte mit im Boot. Schiffer: "Natürlich helfen wir auch Privatpersonen, wenn sie sich bei uns melden."

Von Timm Gatter