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Das Team von "Rad und Tat" vor Kurzem während des Trainingslagers im Hohen Venn.

Das Foto: Privat

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Mit dem Fahrrad nach Paris

VON SEBASTIAN RADERMACHER

Wermelskirchen (RP). Die Evangelische Jugendhilfe hat wieder die Tour "Rad und Tat" organisiert. Heute machen sich neun Jugendliche und drei Betreuer auf den Weg nach Frankreich. In sieben Etappen legen sie dabei 550 Kilometer zurück.

Die Vorbereitung lief perfekt, alle Teilnehmer der Tour sind fit. Da fiel auch nicht ins Gewicht, dass die letzte Trainingseinheit dem bergischen Wetter zum Opfer fiel. Heute starten neun Jugendliche der Evangelischen Jugendhilfe Bergisch Land zu einer Fahrradtour nach Paris. Rund 550 Kilometer werden die fünf Mädchen und vier Jungen im Alter von 13 bis 19 Jahren bei der Tour "Rad und Tat" zurücklegen.

In sieben Tagesetappen – jede ist zwischen 50 und 90 Kilometer lang – geht es vom Bergischen Land bis nach Frankreich. Erst durch die Eifel und das Hohe Venn nach Belgien. Von dort bis hoch in die Ardennen, dann über die französische Grenze in die Champagne und anschließend bis nach Reims. Ziel ist der Ferienpark von "Euro Disney".

Den Zieleinlauf der Profiradfahrer bei der Tour de France werden die Jugendlichen und ihre drei Betreuer knapp verpassen. "Das wird in diesem Jahr leider nicht funktionieren, weil die Sommerferien in NRW so spät beginnen", erklärt Betreuer Jörg Löwe, selbst Radsportbegeisterter seit mehr als 20 Jahren.

Vorfreude und Respekt

Aber auch so wird die Tour für alle ein einmaliges Erlebnis sein. Die Vorfreude ist groß , aber auch etwas Aufregung und Respekt vor der langen Tour ist bei den Jugendlichen zu erkennen. Schließlich ist es für alle die erste Tour auf dem Rad bis in die französische Hauptstadt. "Wenn wir das geschafft haben, können wir wirklich stolz auf uns sein", sagt Tamara.

Die 16-Jährige hat im Vorjahr einfach mal beim Training vorbeigeschaut – und ihre Begeisterung für den Radsport entdeckt. Der 16-jährige Markus ist seit Jahren sportbegeistert, spielt Fußball beim SV 09/35. Das Vorbereitungsprogramm für die Tour, vor allem das Spinning-Training im Winter, hat ihm viel Spaß gemacht – obwohl es zwischenzeitlich auch sehr anstrengend war. "Das gehört aber dazu. Da entwickelt man viel Kampfgeist."

Einmal pro Woche trafen sich die Jugendlichen zum gemeinsamen Training. Bis zu 35 Kilometer legten sie pro Einheit rund um Wermelskirchen zurück. Zuletzt stand der letzte große Härtetest vor der Tour auf dem Programm – ein Trainingslager im Hohen Venn in Belgien. Was Betreuer Jörg Löwe am meisten fasziniert, ist der Zusammenhalt der Jugendlichen. "Das ist eine tolle Gruppe. Es gibt keine Ausreißer, die einfach davon fahren. Alle bleiben, helfen sich gegenseitig, um letztendlich diese Tour zu schaffen."

Während die Jugendlichen die Strecke auf dem Rad zurücklegen (nur durch Köln und eventuell auf der letzten Etappe wird für ein paar Kilometer auf den Zug umgestiegen), wird das Gepäck in einem Begleitfahrzeug transportiert. Übernachten wird die Gruppe in Jugendherbergen und einmal auch in einem kleinen Hotel. Die meiste Zeit sitzen sie aber im Sattel – auf dem Weg zum großen Ziel: Paris.

Quelle: RP