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Die Jugendlichen Rebekka Tom, Philipp, Rene, Sebastian, Marcel und Daniel sowie ihre Betreuer Rene Schuijlenburg und Teresa Wolf mit den maßgeschneiderten Rennrädern.

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Mit dem Rad nach Paris

Sieben Jugendliche der Evangelischen Jugendhilfe Bergisch Land trainieren für eine Tour in die französische Hauptstadt. Start wurde um ein Jahr verschoben. Härtetest steht bevor: Einmal rund um den Bodensee.

Die erste große Tour haben sie hinter sich. Das war aber mit rund 90 Kilometern an der Bigge-Talsperre fast ein Spaziergang angesichts dessen, was sie vor sich haben. Der erste Härtetest steht ihnen bereits in den Herbstferien bevor. Rund 210 Kilometer wollen die sieben Jugendlichen dann rund um den Bodensee in drei Tagen radeln. Denn sie haben ein großes Ziel vor Augen: In zehn Tagen über Aachen, Lüttich und die Ardennen 600 Kilometer bis nach Paris — auf dem Rennrad.

Als die Evangelische Jugendhilfe Bergisch Land (früher Kreiskinderheim) die Hälfte des Rheinerlöses der im vorigen Jahr erstmals ausgetragenen Rhein-Berg Masters bekommen hatte, war das Ziel formuliert. Doch die Vorbereitungen verzögerten sich, so dass nicht in diesem, sondern erst im nächsten Sommer die Tour nach Paris stattfinden wird.

Seit Ostern haben die sieben Jugendlichen Marcel (16), Sebastian (15), Philipp (15), Rene (17), Rebekka (18), Daniel (17) und Tom (15) ihre maßgeschneiderten Rennräder und ihre komplette Rennausrüstung, ebenso Rene Schujienburg, Leiter dieses Projektes „Rad und Tat", und Kai Birwer, Sportförderlehrer der Jugendhilfe. Mit im Team: Teresa Wolf als Betreuerin. Einmal die Woche trainieren sie im Bergischen, haben längst die Schmerzen in den Steigungen von Reinshagen oder Schloss Burg erfahren, was natürlich eher ein Kinderspaziergang ist gegenüber dem, was sie in den französischen und belgischen Ardennen erwartet.

Diese Jugendlichen haben es sich verdient, an dieser Tour teilzunehmen", meinte gestern Prokuristin Silke Gaube. Die Steigerung von Selbstwertgefühl aber auch der Aufbau von Durchhaltevermögen, auch auf mentaler Ebene, sieht sie als wichtiges Ziel. Für die Jugendlichen hingegen steht „der Spaß an erster Steile. Erste Stürze Viele sitzen das erste Mal auf ei¬nem Rennrad, manche haben zwar Mountainbike-Erfahrung, mussten aber mit den Rennschuhen Lehr-geld zahlen: Sie kippten mit den Rädern um. Und Tom ist bereits „abgeschmiert” — auf regennasser Straße bergab am Biggesee. Es verlief glimpflich, aber die Gruppe weiß jetzt, das es gefährlich werden kann, Die Bodensee-Tour wird zeigen, wie die Fitness ist. Denn wenn es das bergische Wetter mal nicht so gut meint mit den jungen Radrennfahrern, geht es in ein Fitness-Studio nach Solingen, wo Kraft getankt wird — und künftig soll. Denn mit wenigstens 3000 gefahrenen Kilometern in den Beinen soll die Tour angegangen werden.

Teamchef ist übrigens der Niederländer Schuijlenburg. Einerfahrener Amateur-Radrennfahrer, der die Tour vorbereitet hat. Er setzt darauf, dass die Gruppe mit der Aufgabe wachsen werde: Dass die Starken Rücksicht auf Schwächere nehmen, dass man sich gegenseitig helfe, wenn's man nicht so gut laufe. „Es ist schon eine nette Truppe. Das Ankommen ist schon wichtig, aber die Gemeinschaft zählt genauso viel”, so Gaube. Auch sie will die Gruppe begleiten, wenn auch wohl nur im Begleitfahrzeug.

VON UDO TEIFEL