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Yvonne Schmalbein hat durch die Heilpädagogische Ambulanz frühzeitig Hilfe bekommen. Die 17-Jährige gestaltet ihr Leben mit vie! Zuversicht

BM-Foto: HD

24. Dezember 2007

Mit Zuversicht durchstarten

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24. Dezember 2007

Mit Zuversicht durchstarten

Von Bernd Geisler

Die Verabredung mit Yvonne scheint zu platzen. War irgendwie klar: Wie kann eine 17-Jährige pünktlich sein, die unter Betreuung steht? Kaum versuchen diese fiesen Gedanken, im Gehirn ein Nest zu bauen, da kommt Yvonne um die Ecke. Atemlos, mit einer hecheln-den italienische Promenadenmischung an der Leine. „Das ist Leo”, sagt sie und zeigt auf den Hund. „Ich führe ihn manchmal für Bekannte aus. Heute wollte er nicht so wie ich. Deswegen die kleine Verspätung.” Ein Blick auf die Uhr verrät: Zwei Minuten. Jetzt ist eigene klammheimliche Scham angebracht; das Nest im Kopf zerbröselt wie wurmiger Zwieback. In Yvonnes offenem Gesicht leuchten blaue Augen, die weinroten Haare verstrubbelt der Wind, es ist kalt, und sie steckt ihre Hände tief in ihre dicke Jacke.

Sie steht fest auf der Erde

Yvonne möchte gerne etwas über sich erzählen, sie möchte Mut machen, und sie möchte sich bedanken bei denjenigen, die ihr geholfen haben. Es war nicht immer leicht für sie gewesen, trotz ihrer jungen Jahre, und manchmal „habe ich auch Fehler gemacht”, sagt sie. In der 7. Klasse schwänzte sie die Schule für ein halbes Jahr. „Aber ich bin nicht sitzen geblieben!” Rat und Tat kamen über das Jugendamt und die Heilpädagogische Ambulanz (Heilpädagogische Ambulanz). Einmal in der Woche konnte sie mit einer Betreuerin, die ihrmittlerweile ans Herz gewachsen ist, über ihre Probleme reden, sich Tipps holen, Spiele machen, basteln und kochen. „Ich esse alles”, strahlt sie, „aber am liebsten Kartoffeln. Meine Oma kocht immer Kartoffeln. In Kartoffeln könnte ich mich reinsetzen.” Natürlich. Kartoffeln wachsen unter der Erde, sie sind erdig, und Yvonne möchte mit beiden Beinen so fest auf der Erde stehen, als „säße sie darin”. Hin und wieder verfolgt sie dieses Ziel ein wenig schneller, als es den anderen Iieb ist. Das ist die eine Seite der Medaille, auf der anderen Seite glänzen Freimut, Hilfsbereitschaft, spontane Begeisterung, Liebe zu Tieren und Beharrlichkeit.
Sie denkt an ihre Betreuerin. „Es ist schön, jemanden zu haben, dem man sich anvertrauen kann”, sagt sie. Aber der Drang, alles alleine entscheiden zu können, brodelt in ihr. Die Betreuerin suchte mit ihr die eigene Wohnung aus. Dort wohnt Yvonne „mit dem guten Gefühl, alles im Griff zu haben.” Sie wisse, dass sie noch nicht erwach-sen sei, aber bald werde sie 18, und dann sei sie schon mal volljährig.
Derzeit besucht Yvonnes Betreuerin sie zweimal in der Woche in ihrer Wohnung. Yvonne schätzt es. „Das gibt mir Kraft”, weiß sie. „Ohne meine Betreuerin wäre ich im Heim gelandet,” sagt sie. Yvonne beendete ihre Schulzeit mit dem Hauptschulabschluss. Nun möchte sie „irgendwo ausprobieren, für welchen Beruf ich mich eigne.” Das Nest, das jetzt die Gedanken bauen, heißt Zuversicht.