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Die Heilpädagogische Ambulanz (v.l.) mit: Silke Gaube, Catrin Zulauf, Simone Zilke, Christa Otto und Marlene Ostermann.

BM-Foto: Nico Hertgen

24. Dezember 2007

Mit Zuversicht durchstarten

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29. November 2007

Freude mit einem Hauch von Wehmut

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29. November 2007

Heilpädagogische Ambulanz feierte ihr zehnjähriges

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24. November 2007

Den Kindern Flügel verleihen

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22. Oktober 2007

Baumarktkette spendet Jugendhilfe 125.000 Euro

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19. Oktober 2007

Freude groß über den Geldregen

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17. Oktober 2007

250 000 ­ für Kinderheim und Hospiz

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15. August 2007

Feiern mit der Jugendhilfe

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24. Juli 2007

Golfturnier für die Jugendhilfe

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23. Juli 2007

Golfen und Gutes tun

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30. Juni 2007

Richtig „Dampf ablassen”

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23. Juni 2007

Ehrenamtler gesucht

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16. Juni 2007

Geschütztes Umfeld in alter Villa

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16.juni 2007

Neues Zuhause für acht Kinder

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2. Juni 2007

Obi-Mitarbeiter helfen Problemkindern

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30. Mai 2007

Mit dem Rad nach Paris

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25. Mai 2007

Obi spendet 25.000 € für evangelische Jugendhilfe

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7. Mai 2007

Projekt trägt schon die ersten Früchte

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10. April 2007

Kreis wird zum Mekka für Golfer von nah und fern

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9. April 2007

Golfen für den guten Zweck

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7. April 2007

Mit dem Rad bis Paris

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31. März 2007

50 Jahre WGA

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12. März 2007

Gäste von der Aktion begeistertn

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24. November 2007

Den Kindern Flügel verleihen

Wermelskirchen (RP) Eltern wollten immer das Beste für ihre Kinder. Die Heilpädagogische Ambulanz, die es inzwischen seit zehn Jahren gibt, ermutigt sie, Hilfe zu suchen und anzunehmen, wenn sie nicht mehr weiter wissen.

Der Junge ist acht Jahre alt. Er eckt an. Er zieht sich aus seiner sozialen Umgebung zurück, zeigt sich übellaunig, gereizt, manchmal sogar aggressiv. Dann wieder klammert er, handelt umtriebig und querulatorisch. Er schwänzt die Schule. Die Eltern wissen sich keinen Rat, die Schule will ein Sonderschulverfahren einleiten.

Die Eltern brauchen Hilfe und wenden sich an die Heilpädagogische Ambulanz (Heilpädagogische Ambulanz) an der Dabringhauser Straße. Dort findet ein erstes Beratungsgespräch statt. Die Heilpädagoginnen sondieren die Lage. Sie dienen als „Wegweiser“ und raten den Eltern, sich zunächst an das Jugendamt zu wenden. Dort stellen die Eltern einen „Antrag auf Hilfe zu Erziehung“, in dessen Rahmen die Heilpädagogische Ambulanz sich um den Jungen kümmert.

„Wir begleiten die Kinder ein Stück ihres Lebens“, sagt Marlene Ostermann, die Leiterin der Heilpädagogische Ambulanz. „Und hoffen, dass die Kinder Flügel zum eigenständigen Leben bekommen.“ Ihr zur Seite stehen die Heilpädagoginnen Catrin Zulauf, Christa Otto, Simone Zielke und die Diplom-Psychologin Monika Keller. Silke Gaube dient als Bereichsleiterin der Evangelischen Jugendhilfe. „Wir kümmern uns um junge Menschen zwischen fünf und 21 Jahren, die Hilfe brauchen“, weiß sie. „Und wir holen die Menschen dort ab“, ergänzt Catrin Zulauf, „wo sie stehen.“

Diagnostikmethoden

Die Mitarbeiterinnen der Heilpädagogische Ambulanz tun dies mit großem persönlichem Einsatz, viel Enthusiasmus und mit bewundernswerter Hingabe. Derzeit besuchen rund 50 Kinder die Heilpädagogische Ambulanz; im Durchschnitt betreut jede Mitarbeiterin rund zehn Kinder und begleitet sie über einen Zeitraum bis zu zwei Jahren. Zur Anwendung kommen verschiedene Diagnostikmethoden, Spieltherapie, Psychomotorik, Heilpädagogische Behandlungen, Familien-Beratung und -Therapie, Krisenintervention und Rückführungsbegleitung bei stationärer Erziehungshilfe.

Zu Anfang sind die Kinder – natürlich – befangen. „Sie haben Angst, etwas preisgeben zu müssen“, erklärt Ostermann. Aber diese Angst sei unbegründet. Niemand müsse etwas preisgeben. „Wir haben hohe Achtung vor den Lebensweg eines jeden einzelnen“, sagt Simone Zielke. Die Fachfrauen wissen, dass es schwierig ist, die Herzen der Kinder zu erreichen. Die Eltern seien hierbei die erste Adresse.

Die Kinder wahrnehmen

Eltern wollten immer das Beste für ihre Kinder. Die Heilpädagogische Ambulanz ermutigt sie, Hilfe zu suchen und anzunehmen. Eltern sollen ihre Kinder wahrnehmen, betonen sie. Es existiert eine Fülle von Beratungs- und Hilfestellen, die Eltern und Kinder in Anspruch nehmen können.